Während vielerorts die Einsatzkräfte zu Silvester am Limit arbeiten, zieht die Polizei in Vorarlberg eine vergleichsweise ruhige Bilanz: Die Landesleitzentrale registrierte in der Nacht insgesamt 368 Einsätze – damit liegt man laut Polizei ungefähr im Bereich der Vorjahre.
Im Zuge von Amtshandlungen kam es landesweit zu 226 Identitätsfeststellungen. Schwerpunkt war erneut der Umgang mit Feuerwerk: 40 Personen werden wegen Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz bei den Bezirkshauptmannschaften angezeigt. Dabei stellte die Polizei pyrotechnische Artikel mit einem Gesamtgewicht von über 73 Kilogramm sicher. Allein die PI Feldkirch brachte es auf 60 Kilogramm an sichergestellten Pyro-Artikeln.
Zusätzlich werden an die Staatsanwaltschaft Feldkirch drei Anzeigen wegen gerichtlicher Delikte im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen erstattet.
Ein schwerer Unfall passierte in Dornbirn kurz nach Mitternacht: Ein 44-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger wollte in der Negrellistraße eine Rakete der Kategorie F3 zünden. Diese startete zunächst nicht.
Als der Mann nachschaute, zündete die Rakete doch – er erlitt eine Hornhautverbrennung ersten Grades am rechten Auge sowie eine Rissquetschwunde und eine Nasenflügelverletzung auf der rechten Gesichtsseite. Der Verletzte wurde ins LKH Feldkirch gebracht.
Außerdem verzeichneten die Einsatzkräfte 24 Einsätze wegen Brand- und Rauchentwicklung, überwiegend im Zusammenhang mit Pyrotechnik. Dabei wurden unter anderem Hecken, ein Altpapiercontainer und ein Kleidersammelcontainer leicht beschädigt. Die Brände konnten durch das rasche Eingreifen der Bevölkerung und der Feuerwehren jedoch schnell gelöscht werden.