Polizei klärt auf

"Verlust von Körperteilen" – das ist bei Feuerwerk tabu

Die Polizei erklärt, was zu Silvester beim Feuerwerk erlaubt ist – und verboten ist. Wer nicht vorsichtig genug ist, riskiert schwere Verletzungen.
Oberösterreich Heute
31.12.2025, 12:52
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Wenn zu Silvester Raketen und Böller gezündet werden, endet das nicht selten im Spital. Die Landespolizeidirektion OÖ erklärt: Oft kommt es "zu schweren Verbrennungen, Augenverletzungen oder Verletzungen, die bis zum Verlust von Körperteilen führen." Die Exekutive warnt daher vor unsachgemäßem Hantieren und riskanten Experimenten.

Fehlfunktionen vorprogrammiert

Österreichweit werden jedes Jahr etwa drei Tonnen an illegalem Sprengstoff sichergestellt und anschließend vom Entschärfungsdienst des Bundeskriminalamtes vernichtet. "Gut 80 Prozent der Feuerwerkskörper stammen aus asiatischer Produktion, viele sind per Hand gefertigt", so Spezialist Thomas Csengel. "Da kann es immer wieder zu Fehlfunktionen kommen." Besonders kritisch seien selbst importierte Böller.

Pyrotechnik-Kategorien – was gilt wann?

Kategorie F2 (z. B. Blitzknallkörper, Schweizerkracher, Raketen, Knallfrösche, etc.) sind im Ortsgebiet grundsätzlich verboten. Ausnahmen können durch den Bürgermeister per Verordnung erlaubt werden.

Trotz Ausnahme gilt: In oder in unmittelbarer Nähe einer Menschenansammlung ist Kategorie F2 verboten.

In geschlossenen Räumen sind nur Artikel erlaubt, die dafür bestimmt sind: F1 (Tischfeuerwerke, Knallbonbons, Partyknaller oder Konfettiartikel) und vereinzelt F2 (nur, wenn es ausdrücklich am Produkt oder in der Gebrauchsanweisung als zulässig erklärt ist).

Die Verwendung bzw. der Besitz aller anderen pyrotechnischen Gegenstände ist ohne entsprechende Bewilligung verboten.

Grundsätzlich verboten ist Pyrotechnik außerdem in und nahe von Krankenhäusern, Kinderheimen, Alters- oder Erholungsheimen, Kirchen, Tierheimen und Tiergärten.

Empfohlen wird, die Ware bei heimischen Anbietern zu kaufen: "Da können die Händler beraten, Sicherheitsbestimmungen erläutern und Tipps geben." Alles, was man selbst importiert, könne nach dem Pyrotechnikgesetz illegal und gefährlich sein, weil es nicht den Qualitätskriterien entspricht und möglicherweise gesundheitsschädliche Stoffe enthält.

"Explosionen größer und intensiver"

Auch Helmut Szagmeister vom Entschärfungsdienst erklärt, dass die meisten Unfälle passieren, "weil oft Alkohol im Spiel ist, und weil selbst gebastelt wird, damit die Explosionen größer und intensiver ausfallen". Wer illegal verkauft, besitzt oder verwendet, muss damit rechnen, dass die Polizei Pyrotechnik beschlagnahmt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.12.2025, 14:22, 31.12.2025, 12:52
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