Randalierer (60) setzt Zelle unter Wasser

Ein Polizeieinsatz in Leoben. Archivbild.
Ein Polizeieinsatz in Leoben. Archivbild.Klaus Pressberger / SEPA.Media / picturedesk.com
Ein Steirer (60) bedrohte im Zuge eines Streits mehrere Nachbarn mit dem Tod. Auch von eintreffenden Beamten konnte der Tobende nicht beruhigt werden. 

In Leoben nahm die Polizei einen 60-jährigen Mann fest, der zuvor seine Nachbarn mit dem Tod bedroht haben soll. Zusätzlich hat er auch einschreitende Polizisten attackiert. Auf der Polizeiinspektion angekommen verwüstete er dann einen Haftraum und setzte eine Verwahrungszelle zum Teil unter Wasser. Verletzt wurde niemand, der Mann befindet sich in Haft.

Der Vorfall, der Auslöser des Einsatzes wurde, ereignete sich bereits am Montag gegen 14.30 Uhr. Wie die Polizei in einer Aussendung berichtet, bedrohte der 60-jährige Leobener einen Nachbarn (64) mit dem Umbringen. Dabei verstärkte er seine verbale Drohung mit einer eindeutigen Handbewegung vor seinem Hals. Der Drohung war ein bereits länger andauernder Nachbarschaftsstreit voraus gegangen.

Auch Beamte wurden attackiert

Als der 60-Jährige gegen 18.00 Uhr neuerlich eine Drohung gegenüber dem 64-Jährigen und drei weiteren Nachbarn aussprach, verständigten diese die Polizei. 

Dabei deutete der 60-Jährige vor dem geöffneten Stiegenhaus-Fenster mit einem etwa 30 Zentimeter langen Küchenmesser an, die Kehle durchzuschneiden. Zudem zeigte er mit dem Finger auf die vor dem Wohnhaus sitzenden Personen und teilte mit, dass die Drohung allen vieren gelte.

Mehrere Streifen der Leobener Polizei begaben sich daraufhin zum besagten Mehrparteienhaus. Beim Versuch den Sachverhalt zu klären, versuchte der 60-Jährige auf zwei Polizisten einzutreten. Beamte nahmen den Randalierer in der Folge fest und überstellten ihn zu einer Polizeiinspektion. Dabei unternahm der Mann auch während der Fahrt Versuche, auf einen Polizisten einzutreten.

In Haftzelle randaliert

Im Haftraum der Dienststelle schmiss der Festgenommene schließlich mehrmals das Bett um, riss Kunststoffteile aus dem Boden und setzte die Zelle teilweise unter Wasser. Auch in die Gegensprechanlage schüttete der polizeilich bekannte Mann Wasser. Als Polizisten daraufhin einschritten, bedrohte er auch diese mit dem Umbringen.

Der 60-Jährige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Er wird wegen des Verdachts der mehrfachen gefährlichen Drohung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt.

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