Denn die ÖFB-Auswahl zeigte vor allem im ersten Durchgang eine starke Leistung gegen den amtierenden Weltmeister, lag nach dem Treffer von Andreas Weimann in der 37. Minute mit 1:0 in Führung. Erst ein schneller Konter der Franzosen brachte den 1:1-Ausgleich durch Superstar Kylian Mbappé. Der Treffer fiel jedoch erst in der 83. Minute.
Österreich griff nach dem Sieg, umso schmerzhafter war der Gegentreffer. Das machte auch Teamchef Ralf Rangnick nach dem Spiel im "ORF" klar: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Ich wüsste nicht, was es da zu gratulieren gibt. Wenn du bis zur 83. Minute führst und wir bis dahin aus dem Spiel nicht viel zugelassen haben, dann so ein Tor hergibst, dann gibt es nichts, das sich wie Gratulationen anfühlt. Ich bin mit dem Spiel zufrieden, mit dem Ergebnis gar nicht", meinte der sichtlich angesäuerte Deutsche.
"Wir haben heute eine hervorragende erste Hälfte gespielt, in der zweiten Halbzeit war klar, dass wir es verteidigen müssen, das haben wir bis zum Gegentreffer auch hervorragend gemacht. Ich habe wenig Chancen der Franzosen bis zum 1:1 gesehen", führte Rangnick weiter aus.
Umso mehr brachte ihn die Entstehung des Gegentreffers auf die Palme. Konrad Laimer verlor bei einem Freistoß Österreichs in der gegnerischen Hälfte den Ball. Mbappé dribbelte über das halbe Feld, speilte einen Doppelpass mit Christopher Nkunku. Und netzte zum 1:1 ein. "Wenn du 1:0 führst und einen Freistoß in der gegnerischen Hälfte hast, kannst du nicht acht Sekunden später das 1:1 kriegen. Gegen Dänemark war es ein gegnerischer Freistoß. Das hat in Summe drei Punkte gekostet", rechnete der Deutsche vor.
Auch Michael Gregoritsch sprach Rangnick direkt an. Denn in der Nachspielzeit hatte Österreich sogar noch die Chance auf den späten Siegtreffer, fuhr Karim Onisiwo einen Konter, war Gregoritsch im Zentrum mitgelaufen, hatte dann aber abgedreht. "Gregerl hat gesagt, dass er nicht mehr damit gerechnet hat, dass der Ball kommt. Doch er muss damit rechnen", so der ÖFB-Teamchef.
Trotzdem fand der Deutsche noch versöhnliche Worte: "Wenn du gegen den Weltmeister spielst, ist klar, dass die eine oder andere Möglichkeit herausgespielt wird, wir haben es super verteidigt, kompakt und tief. Am Ende geht es nur um das Ergebnis." Und das passte dem Deutschen so gar nicht...