Rapid hofft auf Finanzhilfe von der Politik

Rapid-Präsident Martin Bruckner
Rapid-Präsident Martin Brucknergepa
Coronakrise und Geisterspiele – keine leichte Zeit für die Bundesliga-Klubs. Rapid-Boss Martin Bruckner hofft nun auf Hilfe der Politik.

"Wir haben eine ganz besondere Situation in Österreich, haben im Schnitt 20.000 Zuschauer. Wir planen natürlich mit diesen Einnahmen, deshalb trifft uns der Ausfall der Einnahmen stark", beklagt sich der Rapid-Präsident vor dem Gastspiel bei Wolfsberg auf "Sky". 

Er hofft, dass es für die Grün-Weißen Hilfe von politischer Seite gibt: "Wir hoffen auf einen Ersatz durch die Politik, denn wir können nichts dafür, dass wir keine Zuschauer im Stadion haben dürfen. Ich gehe davon aus, dass dieser Ersatz kommen wird. Wir sind ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft und in der Integration in Österreich. Ich denke, es gibt keinen Grund, zu sagen, der Fußball kriegt nicht die Förderung, die andere Sektoren bekommen."

Allerdings hat sich Rapid mit einem sexistischen Fan-Plakat das finanzielle Leben selbst schwerer gemacht, muss eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen. Verschmerzbar, aber ärgerlich, wie auch Bruckner meint: "Wir können uns für dieses Plakat nur entschuldigen, wir haben uns auch schon mehrmals entschuldigt. Es ist klar, dass wir die Strafe akzeptieren, so wie sie gekommen ist."

Die Hütteldorfer wollen nun für mehr Sensibilität in den eigenen Reihen sorgen. "Wir werden mit einem eigenen Gender-und-Diversity-Management beginnen, wir haben mit 1. September einen hauptamtlichen Fanbetreuer. Wir gehen mit dem Thema sehr aktiv um. Wir werden auch mit der Fanszene, mit den Fans Workshops machen, um auf dieses Thema noch einmal hinzuweisen", stellt der Präsident klar.

Die Meldungen, dass Hauptsponsor "Wien Energie" mit dem Absprung gedroht habe, kommentiert Bruckner so: "Es ist klar, dass diese Situation auch für unsere Partner extrem unangenehm war. Wir haben mit all unseren Partnern schon Gespräche aufgenommen." Seinen Geschäftsführer Christoph Peschek, der bei den Interviews rund um den Skandal keine gute Figur machte, nimmt er in Schutz: "Dieses Interview war unglücklich, ist nicht gut gelaufen. Ich glaube, wir haben das danach mehrmals richtiggestellt. Jeder Mensch hat das Recht, einen Fehler zu machen."

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