Rapid ist in Österreich der Publikumsmagnet schlechthin. Kein anderer Verein kann auf eine größere Fan-Schar vertrauen. Rund 16.800 Mitglieder zählen die Wiener. Aber: Wie wichtig ist der "zwölfte Mann" tatsächlich? Aus wirtschaftlicher Sicht extrem! Den Hütteldorfern entgehen durch die Corona-Geisterspiele rund 1,6 Millionen Euro.
Sportlich ist das Fehlen der Besucher allerdings kein Nachteil. In den beiden Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit holte Rapid zwei Siege – 4:0 gegen Sturm Graz, 2:1 gegen den WAC. Mit Zuschauern fällt die Bilanz im Allianz Stadion ungleich schwächer aus.
In elf Partien gelangen vier Siege und vier Remis, drei Matches wurden verloren. Macht einen Punktschnitt von 1,45 Zählern. Ohne Block-West-Anfeuerung sind es aktuell drei Punkte. Ist Rapid also ohne Support wirklich besser?
"Heute"-Experte Peter Pacult meint in seiner Kolumne: "Läuft es, hilft der zwölfte Mann. Läuft es nicht, wird es nach 15 Minuten ungemütlich. Das macht es nicht einfacher."
Nicht umsonst holte Grün-Weiß in dieser Saison auswärts mehr Punkte als daheim.