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Rapid macht Gewinn – so viel zahlten sie für Fanstrafen

Trotz der sportlich durchwachsenen Saison 2021/22 konnte Rapid Wien einen Millionengewinn verbuchen, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. 

Heute Redaktion
Rapid Wien musste für seine Fans tief in die Tasche greifen. 
Rapid Wien musste für seine Fans tief in die Tasche greifen. 
Gepa

Vor der grün-weißen Hauptversammlung am 26. November, bei der das neue Präsidium rund um Alexander Wrabetz gewählt wird, gaben die Hütteldorfer einen Gewinn in Millionenhöhe bekannt. Insgesamt konnten die Grün-Weißen einen Umsatzerlös von 49,6 Millionen Euro generieren – neun Millionen Euro mehr als in der Saison 2020/21. Am Ende bleibt ein Gewinn von 5,76 Millionen Euro übrig.

Hauptverantwortlich dafür sind nach dem Überwinden der Corona-Pandemie wieder gestiegene Ticketeinnahmen, die 5,35 Millionen Euro ausmachten, im Vergleich zu - coronabedingt - bloß 1,2 Millionen Euro in der Spielzeit 2020/21. Leicht zurückgegangen sind hingegen die Sponsoringeinnahmen: 8,2 statt 8,7 Millionen Euro. 

292.000 Euro für Fan-Strafen

Erstmals im Budgetbericht berücksichtigt sind Einnahmen durch Fanreisen. Diese liegen bei 287.000 Euro. Rapid eröffnete schließlich mit dem Reiseanbieter TUI ein Reisebüro. Den Einnahmen stehen aber auch Ausgaben für Fanreisen in der Höhe von 250.000 Euro gegenüber. Rapid führte auch die Kosten für Fan-Strafen an, diese wurden im Bereich "Abgaben, Steuern und Strafen" vermerkt und gesondert mit der Summe von 292.912 Euro angegeben. In der Corona-Saison 2020/21 waren es nur 2.810 Euro – 104 Mal so viel. 

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    Das Rapid-Trainingszentrum wächst und gedeiht
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    Transferplus bei Rapid

    Auffallend ist ein grün-weißes Transferplus. Sportdrektor Zoran Barisic erwirtschaftete Mehreinnahmen von 2,77 Millionen Euro. Insgesamt wurden 5,05 Millionen Euro durch Spielerverkäufe eingenommen, 2,27 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Da sind die Einnahmen durch die Verkäufe von Robert Ljubicic und Koya Kitagawa bereits enthalten, die feste Verpflichtung von Ferdy Druijf aber noch nicht. Der Personlalaufwand ist hingegen um rund eine Million Euro auf 20,3 Millionen Euro gesunken, macht 49 Prozent des 

    Auffallend ist auch, dass der Personalaufwand um etwa eine Millione Euro auf 20,3 Millionen Euro gesunken is, damit 49 Prozent des Gesamtbudgets ausmacht. 

    Gestiegene Ausgaben

    Deutlich gestiegen sind aufgrund der aktuellen Energieknappheit der Aufwand für Heimspiele und den VIP-Bereich, der gesamt bei 5,5 Millionen Euro liegt und damit 13 Prozent des Budgets ausmacht, in der abgelaufenen Saison waren es noch drei Prozent des Gesamtbudgets. 

    Rapid konnte trotzdem das Eigenkapital von 15,6 auf 21,36 Millionen Euro steigern, die grün-weißen Verbindlichkeiten – also Schulden – betragen gesamt 36 Millionen Euro, um knapp drei Millionen Euro weniger als in der Saison 2020/21. 

    Bruckner: Auch 2022/23 Gewinn

    "Aus wirtschaftlicher Sicht haben wir ein beachtliches Ergebnis erreicht. Die künftige Vereinsleitung und Geschäftsführung können somit auf ein sehr starkes Fundament bauen und auch für die laufende Saison sind bereits alle Hausaufgaben gemacht", erklärte der scheidende Präsident Martin Bruckner, der nach dem Aus von Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek interimistisch dessen Agenden übernommen hat. Für die laufende Spielzeit sei trotz des blamablen Scheiterns in der Conference-League-Qualifikation gegen Vaduz ein Plus von einer Million Euro zu erwarten, so Bruckner. 

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