Am 22. September 2024 gewann Rapid das Heimderby gegen die Austria mit 2:1. Aber: Nach dem Schlusspfiff kam es zu schweren Ausschreitungen, pyrotechnische Gegenstände flogen, ein Platzsturm drohte.
Bundesliga und die Klubs reagierten: Es wurde vereinbart, die kommenden vier Derbys ohne Auswärtsfans zu bestreiten, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Plan ging auf.
Am Sonntag stieg schließlich das erste Wiener Städteduell mit Anhängern aus beiden Lagern seit dem Eklat vor eineinhalb Jahren. 1.600 Rapid-Schlachtenbummler füllten den Gästesektor der Generali-Arena – und sorgten im Finish für einen Skandal.
Beim Stand von 0:2 begannen sie in den Schlussminuten, Böller und Leuchtraketen auf den Rasen zu werfen. Erinnerungen an 2024 wurden wach. Schiedsrichter Markus Hameter unterbrach das Match, die Mannschaften warteten in der Kabine. Nach rund zehn Minuten konnte das Match zu Ende gebracht werden.
Fakt ist: Es gibt ein Nachspiel. Denn die Vereine spielten auf "Bewährung". Die Bundesliga wird den Vorfall rasch behandeln und Sanktionen aussprechen.
Voraussichtlich erhält Rapid eine Heimsektor-Sperre für drei Top-Spiele – also für Liga-Hits gegen die Austria, Sturm, LASK oder Salzburg gilt. Der "Block West" und auch der gegenüberliegende Sektor müssen dann leer bleiben.
In extremen Fällen könnten Geisterspiele oder weite Stadionverbote für Einzeltäter folgen. Ausgeschlossen sind Punkteabzüge. Diese Maßnahme gibt es nicht mehr.