Der Bielefelder Rapper Patron61 hat für Aufsehen gesorgt: Das Finanzamt fordert angeblich 1,24 Millionen Euro Steuernachzahlung von ihm. Die Frist lief am 3. April ab, doch zahlen will der umstrittene Musiker offenbar nicht so schnell.
Aus der Höhe der Steuerforderung lässt sich berechnen, dass der Rapper im Jahr 2025 mindestens 2,76 Millionen Euro brutto verdient haben muss. Patron61 ist neben seiner Musik vor allem für seine mutmaßlichen Steuertricks bekannt, nachgewiesen werden konnte ihm allerdings bisher nichts, heißt es.
Laut "raptastisch.net" hat sich der Rapper nun persönlich zu Wort gemeldet und erklärt provokant: "Die GmbH hat einen Einkommensteuerbescheid erhalten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Erst mal: Ein Steuerbescheid – wie die Schweizer so schön sagen – ist Eau de Toilette. Damit wischt man sich die Ärsche ab."
Er habe Einspruch gegen den Bescheid eingelegt, wofür er einen Monat Zeit hat. Danach könne er weitere Belege einsenden, um seine Steuerlast zu senken. In seinen Videos erklärt er dabei detailliert Steuergesetze und die Abgabenordnung – anscheinend kennt er das System besser als mancher Richter.
Patron61 bewirbt auf Social Media offen, dass er anderen beim Steuersparen helfen kann. Er posiert sogar vor dem Finanzamt für seine Musikvideos. Ob das Finanzamt diesmal am längeren Hebel sitzt, bleibt abzuwarten.