Der deutsche Rapper Xatar, mit bürgerlichem Namen Giwar Hajabi, starb am 7. Mai 2025 im Alter von nur 43 Jahren. Fast ein Jahr lang spekulierten Fans über die Todesursache. Jetzt bringt die ARD-Dokumentation "Ein Leben ist nicht genug" endlich Klarheit.
Nach seinem plötzlichen Tod ließen seine Hinterbliebenen sowohl eine Obduktion als auch ein chemisch-toxikologisches Gutachten durchführen. Das Ergebnis: Gewalt- oder Fremdeinwirkung wurde ausgeschlossen. Die traurige Gewissheit: Xatar starb an einem Herzinfarkt.
Seine Witwe Farvah Hajabi offenbart dies nun in der Dokumentation. Für sie ist der Verlust bis heute unbegreiflich: "Er ist fit gewesen. Sei es mental oder auch physisch. Wenn das jetzt vor zwei Jahren oder so gewesen wäre, hätte ich das definitiv darauf geschoben. Ich kann es mir nicht erklären, ich will es mir nicht erklären und ich möchte auch nicht, dass es mir irgendwer erklärt."
Im Interview mit Frauke Ludowig ringt Farvah um die richtigen Worte. Das Wort "Trauer" greife für sie nicht: "Das, was im letzten Jahr passiert ist, dass Giwar einfach von jetzt auf gleich, sage ich mal, im physischen Sinne nicht mehr da ist und man nicht mehr mit ihm sein kann, wie man das kennt, ist jetzt nicht eine Art – ich rede jetzt von ,traurig'." Der Begriff könne das Erlebte "überhaupt nicht wiedergeben".
Kraft schöpft sie vor allem aus ihren gemeinsamen Kindern: "Er lebt in unseren Kindern weiter. Das Größte, was er hinterlassen hat, sind diese Kinder." Einen neuen Mann an ihrer Seite schließt Farvah kategorisch aus.
Farvah und Giwar kannten sich bereits seit Kindheitstagen. Mehr als 15 Jahre stand sie an seiner Seite – durch seine Haftzeit und sein Comeback als eine der prägendsten Figuren des deutschen Hip-Hops. Vor die Kamera wollte sie dabei nie treten. Dass sie es jetzt tut, hat einen klaren Grund: Sie will das Erbe ihres Mannes in die Zukunft tragen.
"Es gibt kein Leben ohne Giwar. Das funktioniert nicht. Das soll es auch für meine Kinder nicht geben", sagt sie abschließend.