LASK-Trainer Didi Kühbauer sorgte für einen riesigen Eklat! "Was is' mit den Belämmerten? Sind die noch dicht? It's a friendly game. Hey, we play a friendly game, du Shithead, du. Okay? Shithead. Shut the fuck up. Räudiges Volk. Drecksvolk."
Eine öffentliche Entschuldigung, eine klubinterne Sanktion - das waren die Konsequenzen für LASK-Trainer Didi Kühbauer, nachdem dieser in der Vorwoche im Rahmen des Trainingslagers im türkischen Belek beim Testspiel gegen Wisla Krakau (3:1) den Gegner mit wüsten, teils rassistischen Beschimpfungen beleidigte.
Für Coach und Verein war die Angelegenheit damit erledigt. Nicht für ÖFB und Bundesliga. Sie prüften, ob in Österreich ein Verfahren gegen Kühbauer eingeleitet werden kann, das dann entweder beim Senat 1 (Strafausschuss) oder beim Ethikkomitee landet.
Jetzt das Ergebnis: ÖFB und Bundesliga können nicht tätig werden. Da sich der Vorfall bei einem internationalen Testspiel in der Türkei ereignet hat, wäre der türkische Verband für ein etwaiges Nachspiel zuständig. Die Gerichtsbarkeit der Bundesliga greift in diesem Fall nicht.
Der LASK belegte seinen Coach mit einer internen Strafe. "Die Aussagen entsprechen nicht unseren Werten. Daher haben wir sie intern in aller Deutlichkeit und entsprechender Härte besprochen und sanktioniert. Mit der vorangegangenen Entschuldigung und Einsicht unseres Cheftrainers ist die Angelegenheit für uns erledigt", teilten die Linzer via Standard mit.
Auf Anfrage von 90Minuten.at entschuldigte sich Kühbauer auch persönlich: "Es war ein sehr hart geführtes Testspiel, die Emotionen gingen kurzzeitig hoch. Dabei sind meinerseits gegenüber der gegnerischen Mannschaft auch Begriffe gefallen, die deplatziert und verletzend waren. Dafür möchte ich mich entschuldigen."