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Rassistisches Werbeplakat sorgt im Hofbräuhaus für S...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:28

Ein harmloser Scherz oder ein handfester Skandal? Das Bier-Werbeplakat des Hofbräuhaus Traunstein hat wohl seinen Zweck erfüllt. Weit über die Grenzen des Bierzeltes hinaus diskutiert man mittlerweile darüber, ob der Spruch und das Motiv rassistisch sind, oder als Scherz gesehen werden sollte.

Nicht nur die
— Christian F. (@busydigital)

"A Preiß ko nie a Bayer werdn, a Neger aber scho" steht auf dem Plakat geschrieben. Darüber ein Mann in Lederhosen, mit dunkler Hautfarbe und einem vollen Maßkrug im Schritt. Ihm gefällt´s.

Den Gästen des Hofbräuhauses zum Teil weniger. Der TSV Eiselfing feierte im Festzelt sein Jubiläum, auch der Patenverein TSV Wasserburg war anwesend. Nun hängt der Haussegen zwischen den beiden Vereinen schief.

Rassismus?

"Wie kann man sich tatsächlich trauen, so etwas aufzuhängen?" will der Vereinsvorstand des TSV Wasserburg, Martin Niehues wissen. Nicht den "langweiligen, dümmlichen Preußenspruch" findet er schlimm, sondern "den zu vermutenden Rassismus, der durch dieses Plakat impliziert wird".

Humor?

Der feiernde Sportverein nimmt die Kritik gelassen, genauso wie das Hofbräuhaus selbst. "Wäre für uns irgendeine rassistische Tendenz an der Werbung erkennbar gewesen, hätten wir das Banner abgehängt", so TSV Eiselfing-Vorstand Alex Lax. Der Geschäftsführer des Hofbräuhauses reagierte schriftlich: "Wir weisen interpretierende Gedanken und Einschätzungen zu Rassismus oder Diskriminierung weit von uns". Er sieht in der Werbung vielmehr das oft "hintergründige Augenzwinkern des bayrischen Humors".

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