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"Ratchet & Clank: Rift Apart" – auch am PC ein Game-Hit

Rund zwei Jahre nach dem PS5-Launch und 21 Jahre nach ersten Game der Serie schaffen es die Helden Ratchet und Clank nun endlich auch auf den PC.

Rene Findenig
"Ratchet & Clank: Rift Apart" – auch am PC ein Game-Hit, doch ein stärkeres Modell muss es dann schon sein.
"Ratchet & Clank: Rift Apart" – auch am PC ein Game-Hit, doch ein stärkeres Modell muss es dann schon sein.
Insomniac Games, Nixxes Software

Vor 21 Jahren lernte der Lombax Ratchet den Roboter Clank kennen und eine Game-Serie war geboren, die bis heute 14 Titel und ebenso viele durchgeknallte Geschichten hervorgebracht hat. Mitte 2021 brachten die Macher von Insomniac Games das Duo mit "Ratchet & Clank: Rift Apart" exklusiv auf die PlayStation 5 – und genau dieser Titel schafft nun auch dank Mithilfe der Experten von Nixxes Software auch auf den PC. Die Letztgenannten waren für die PC-Portierungen von "Returnal", "Sackboy: A Big Adventure" und "God of War", aber auch das Bug-geplagte "The Last of Us Part I" verantwortlich.

In Sachen Bugs kann beim neuen PC-Port aber Entwarnung gegeben werden – ein halbwegs starker PC ist dennoch nötig, um das Spiel halbwegs flüssig am Laufen zu halten. So sind die Minimalvoraussetzungen ein Intel Core i3-8100 oder AMD Ryzen 3 3100, 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, eine NVIDIA GeForce GTX 960 oder AMD Radeon RX 470, 75 GB verfügbarer Speicherplatz und optimalerweise eine SSD. Damit es richtig flüssig und schön zugeht, sollten es dagegen ein Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 3600, 16 GB Arbeitsspeicher und NVIDIA GeForce RTX 2060 oder AMD Radeon RX 5700 sein.

Eine SSD sollte es auf jeden Fall sein

Unterstützt werden von der PC-Version für "Ratchet & Clank: Rift Apart" neueste Upscaling-Technologien wie NVIDIA DLSS 3, AMD FSR 2, Intel XeSS und Insomniac Games’ Temporal Injection, außerdem funktionieren NVIDIA Reflex und NVIDIA DLAA. Ultrabreitbild-Monitore in den Formaten  21:9, 32:9 und 48:9 können bespielt werden, auch Dreifach-Monitor-Ausstattungen sind möglich. Dazu gibt es die Möglichkeit unbegrenzter Bildraten, Raytracing, die Unterstützung des DualSense-Controllers auch am PC, zahlreiche Tastenbelegungs-Optionen bei der Steuerung mit Tastatur und Maus sowie freischaltbare Trophäen.

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    In Sachen Bugs kann beim neuen PC-Port von "Ratchet & Clank: Rift Apart" Entwarnung gegeben werden – ein halbwegs starker PC ist dennoch nötig,...
    In Sachen Bugs kann beim neuen PC-Port von "Ratchet & Clank: Rift Apart" Entwarnung gegeben werden – ein halbwegs starker PC ist dennoch nötig,...
    Insomniac Games, Nixxes Software

    Je stärker der PC, umso schöner das Ergebnis – und das verbessert sogar den etwas Comic-haften Look der PlayStation-5-Version hin zu einem beeindruckend scharfen und flüssigen PC-Animationserlebnis. Wie Tests zeigen, sollte es aber auf jeden Fall eine SSD im PC geben, die die Ladezeiten bei den Sprüngen zwischen den Dimensionen des Spiels auf quasi null verkürzt und auch sonst das Gameplay halbwegs ruckelfrei hält. Gibt es eine SSD, darf sogar die restliche Hardware nicht ganz so aufgerüstet sein, ohne SSD allerdings schupft nur ein sehr potenter Rechner das Spiel ohne große Ladezeiten.

    Ein sauberer und fast makelloser PC-Port

    Anders als im zuletzt ziemlich verhunzten PC-Port von "The Last of Us Part I" geht es dieses Mal toll und fast fehlerlos zu. Da fallen auch ein paar kleinere, aufploppende Objekte in der Spielwelt nicht allzu auf – und damit hat es sich auch schon mit der Kritik. Der Rest ist ein sauber umgesetztes Abenteuer auf dem PC, das mit tollen Grafik-Effekten, einer spannenden Geschichte und einem rasanten Gameplay überzeugt. Serien-Fans bekommen zudem neben den altbekannten Helden auch ganz neue Gesichter zu sehen – allerdings, und das ist echt schade, ist die Spielzeit mit rund zehn Stunden eher kurz. Für alle, die zu Inhalt und Spiel bisher gar nichts wissen, dürfen wir an dieser Stelle unseren damaligen Test der PlayStation-5-Version von "Ratchet & Clank: Rift Apart" anhängen. 

    Mit Abstand der beste Teil der Serie

    Titel wie "Astro's Playroom" zeigten, was die PlayStation 5 technisch kann, das Remake von "Demon's Souls", wie Klassiker auf der neuen Konsolengeneration funktionieren können und "Returnal", dass PS5-Exklusives Erfolg versprechen. Während sich die beiden letztgenannten an Spieler richteten, die eine Herausforderung suchen, und Erstgenanntes eher als Tech Demo diente, erscheint mit "Ratchet & Clank: Rift Apart" nun eine PS5-Game, das die Konsole zum Pflichtkauf macht.

    Vor mehr als 20 Jahren wurde 2002 das Universum von "Ratchet & Clank" mit dem Original-Game auf der PlayStation 2 geboren, schaffte es später auf die PlayStation 3 und wurde schließlich als Remake auf die PlayStation 4 gebracht. Dazwischen durften sich Fans der Reihe über sage und schreibe 13 Games freuen, die sich über fünf Konsolen-Generationen (inklusive PlayStation Vita und Portable) erstreckten. "Ratchet & Clank: Rift Apart" ist nun Nummer 14 auf der sechsten Konsole – und wohl der mit Abstand beste Teil der Serie.

    Die Helden eröffnen das Multiversum

    In "Rift Apart" folgen wir wieder dem Lombax Ratchet und seinem Roboter-Kumpel Clank durch ein abgefahrenes Abenteuer, das auch ihren Serien-Erzfeind Dr. Nefarious zurückbringt. Während die beiden Helden für ihre Weltrettungen in den Vorgänger-Titeln geehrt werden, stiehlt der Bösewicht eine Konstruktion, die Raum und Zeit komplett durcheinander wirbelt und eine neue Galaxie mit verschiedenen Dimensionen erschafft, in der das Böse triumphiert. Nachdem die Helden in der anderen Galaxie landen, erleben sie eine düstere Welt mit Dr. Nefarious als eisernen Herrscher.

    Wie es sich für ein Multiversum gehört, gibt es in der neuen Galaxie aber nicht nur die Kopie des bekannten Bösewichts, sondern auch unserer Helden. Ratchet und Clank treffen schnell auf Rivet und Kit. Rivet ist eine alternative weibliche Version unseres Lombax, die sich etwas weniger farbenfroh zeigt, dafür aber auch spielbar ist, Kit wiederum eine weibliche, gelbe Roboterdame, die ein trauriges Geheimnis zu hüten scheint. Gemeinsam beschließen Ratchet und Rivet, den Kampf aufzunehmen und sich jeweils verschiedene Planeten im Kampf gegen den bösen Diktator vorzunehmen. Auch die Story teilt sich dabei auf: man verfolgt zeitweise zwei getrennte Handlungsstränge, die beide äußerst spannend gestaltet sind.

    Kinoreife Story und intensiveres Gameplay

    Etwas schade ist, dass sich Ratchet und Rivet beinahe vollkommen ident steuern und nicht mehr individuelle Fähigkeiten und Manöver bieten. Trotzdem bleibt der Wechsel zwischen den Figuren äußerst interessant, denn beide bekommen ihre eigenen, teils sehr langen und irrsinnig aufwändig umgesetzten Videosequenzen spendiert. Apropos Video: Die gesamte Handlung ist dermaßen gut gemacht, technisch und grafisch umgesetzt und mit extrem viel Humor garniert, dass sie als Sommer-Blockbuster so auch in den Kinos erscheinen könnte.

    Auch beim Gameplay stützt sich der Entwickler Insomniac Games auf die bekannten Stärken der Reihe, baut diese aber ebenso aus. So wird nicht nur mehr simpel durch die Welt gesprungen, geballert und gelaufen, es kommen auch mehr taktische Möglichkeiten zum Einsatz. Ratchet und Rivet können nun nämlich auch dashen, sprinten und kurzzeitig schweben, dazu kommen auch noch zahlreiche ergatter- und ausbaubare Bewegungsmanöver wie ein Mauerlauf. Diese sind auch nötig, denn einerseits zog das Spieltempo an, andererseits gibt es vermehrt Kämpfe gegen Feind-Wellen in begrenzten Arealen.

    Von supereinfach bis bockschwer

    Das gestiegene Tempo soll aber Neulingen keine Sorgen bereiten, denn die Steuerung funktioniert extrem präzise und ist durch nur wenige notwendige Button-Drucke schnell erlernt. Neue Fähigkeiten werden zudem nach und nach vorgestellt und mit Mini-Tutorials in Form von extra für die Skills inszenierten Szenen gut in den Spielfluss integriert. Zudem bieten fünf Schwierigkeitsgrade für jeden Geschmack etwas, wobei eine echte Herausforderung erst mit dem dritten aufkommt. Ein zusätzlicher Challenge-Mode nach einem Spieldurchgang sorgt für bockschwere Aufgaben für Profis.

    Im Spiel selbst bedeuten die höhere Geschwindigkeit und die neuen Bewegungen, dass nicht einfach mehr geballert und Deckung gesucht wird. Mit geschicktem Einsatz von Sprint und Dash können Feinde umkreist, Lasern ausgewichen und Plattformen erklommen werden, um Gegner auch aus der Luft zu beharken. Statt einem "Stop-and-Go"-Gameplay läuft nun also alles schnell und fließend ab, was sich fantastisch spielt und richtig, richtig viel Spaß macht. Noch ausgefallener zeigen sich übrigens auch die im Kampf genutzten Waffen und die im Verlauf des Abenteuers besuchten Planeten.

    Durchgeknallte Waffen, wunderschöne Welten

    Zuerst zu den Waffen. Die waren ja in den bisherigen Spielen schon ausgefallen, toppen dies nun aber noch einmal locker. Neben bekannten Vertretern wie Laserpistolen und Gewehren (mit teils innovativen Funktionen) ist der Großteils des Arsenals gänzlich neu eingeführt worden. Per "Spaltstrahler" kann man sich durch kleine Dimensionslöcher und damit über Abgründe oder hinter Gegner teleportieren, der "Lightning Rod" setzt gleich ganze Gruppen unter Strom und "Cold Snap" friert auch die mächtigsten Feinde kurzzeitig ein. Auch Drohnen und Mini-Kampfroboter sind dabei.

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      In "Ratchet& Clank: Rift Apart" folgen wir wieder dem Lombax Ratchet und seinem Roboter-Kumpel Clank durch ein abgefahrenes Abenteuer, das auch ihren Serien-Erzfeind Dr. Nefarious zurückbringt.
      In "Ratchet& Clank: Rift Apart" folgen wir wieder dem Lombax Ratchet und seinem Roboter-Kumpel Clank durch ein abgefahrenes Abenteuer, das auch ihren Serien-Erzfeind Dr. Nefarious zurückbringt.
      PlayStation

      Ebenso ausgefallen und riesig wie das Waffenarsenal ist auch die Auswahl an besuchbaren Planeten, die sich alle grafisch wunderschön, spielerisch abwechslungsreich und gespickt mit Geheimnissen, Sammelitems und Überraschungen zeigen. Die Spielwelt ist dabei weit größer als in Vorgängern ausgefallen und kann auch eingehender erkundet werden, So gibt es kaum abgesperrte Bereiche und manches mal wirkt die Spielwelt sogar vollkommen offen. Während auf den Planeten viele Nebenaufgaben zu finden sind, wirkt die Hauptquest-Reihe etwas zu gehetzt, um die Welten überhaupt genießen zu können.

      Die Grafik ist die Kirsche auf der Torte

      Von der düsteren "Nefarius City" mit dunklen Gassen und Neon-Beleuchtung bis hin zum saftigen Dschungel im "Outpost L51" könnte die Abwechslung nicht größer sein. Der Detailgrad übrigens auch nicht. Die Spielwelten sind mit Leben und Objekten vollgestopft, kaum ein Bereich ist nicht liebevollst animiert. Und jede Spielwelt zeigt, egal ob mit Sonnenstrahlen, Neonschein oder Regentropfen auch, was Raytracing auf der neuen Konsole wirklich kann. Beeindruckend ist auch die Weitsicht, die für eine tolle Atmosphäre sorgt. Kurz: So gut hat noch kein Spiel bisher ausgesehen.

      Ladezeiten gibt es übrigens so gut wie keine: Vom Start weg muss weder lange zwischen den Missionen geladen werden, noch sorgen die Dimensionswechsel innerhalb eines Levels für Verzögerungen. Das Spiel bietet auch drei Grafik-Einstellungen an: Leistung (60 Frames pro Sekunde, 4K-Ausflösung, aber kein Raytracing), Performance (60 FPS, Raytracing, aber kein "echtes", sondern dynamisches 4K) und Wiedergabetreue (30 FPS, Raytracing, 4K und bessere Lichteffekte). Toll sehen alle aus, die Kirsche auf der Torte sind aber die Raytracing-Effekte und 60-FPS-Animationen im Performance-Modus.

      Motivation ist bis zum Spielende hoch

      Auch Sammel-Aufgaben bietet "Ratchet & Clank: Rift Apart" jede Menge, sie drängen sich aber nicht unbedingt so auf, dass es zum unnötigen Grind werden würde. Viele Collectibles und Upgrade-Materialien platziert das Spiel direkt in den sowieso nötigen Laufwegen und auch etwas verstecktere Items werden schnell gefunden, sobald man nur etwas vom eigentlichen Pfad abweicht. Das lohnt sich jedenfalls, denn das bereits aus dem PS4-Remake bekannte Upgradesystem kehrt ohne große Neuerungen zurück. Entsprechend motiviert ist man, alle Items zu finden, alle Waffen auszubauen und alle Geheimnisse zu entdecken.

      Die Kämpfe erfordern auf höheren Schwierigkeitsstufen sogar, die Waffen ständig zu wechseln und zu boosten. Denn durch deren regelmäßige Nutzung steigen sie in ihren Stufen auf und können zudem mit gefundenen Materialien spezialisiert werden. Ein anderer Grund ist aber viel simpler: Manche Kämpfe mit Gegner-Wellen sind so groß ausgefallen, dass oft beinahe der gesamte Munitionsvorrat zur Neige geht und alles aus jeder Waffe herausgeholt werden muss. Geballert, gehüpft und gerätselt wird, hält man sich halbwegs an die Hauptquests, rund 10 bis 15 Stunden bis zum Spielende.

      Geniales Feedback durch den DualSense

      Einiges getan hat sich auf Seiten der Rätsel im Spiel. Diese kommen vor allem wieder in Spielsequenzen zum Einsatz, in denen wir den Geschehnissen um den kleinen Roboter Clank folgen, doch auch Ratchet muss mit geschickten Dimensionensprüngen Areale erreichen. Auch eine Roboterspinne, die mit gelösten Puzzles an Selbstvertrauen gewinnt, kommt vor. Etwas Grips erfordern die genialen Puzzle-Abschnitte mit Clank, die an eine futuristische "Lemmings"-Version erinnern. Während Hologramme von Clank über einen Parkour flitzen, muss dieser Tempo, Schwerkraft und Co. so manipulieren, dass die Holgramme an ihr Ziel gelangen können.

      Ein weiteres Highlight ist das Feedback des neuen DualSense-Controllers. Die adaptiven Trigger lösen je nach Stärke des Drucks die unterschiedlichen Feuermodi der Waffen aus, das haptische Feedback wiederum ruckelt, zuckelt und wummert je nachdem ob man gerade ballert, im rasanten Tempo über eine wilde Achterbahn schießt oder von einer riesigen Explosion erfasst wird. Störend wirken die Funktionen und das Feedback des DualSense-Controllers nie, sie sind im Gegenteil eine schlaue Ergänzung der präzisen Steuerung. Wer es dennoch klassisch mag, kann viele DualSense-Funktionen aber im Menü auch abstellen.

      Das PlayStation-5-Highlight des Sommers

      Auch in den Details sorgt das Spiel immer dafür, dass nichts einfach um der Sammelwut Willen gemacht wird. So können die Helden etwa mit neuen Kostümen eingedeckt werden, die gleichzeitig neue Buffs wie erhöhten Schadenwiderstand freischalten, oder Spezialwaffen gefunden werden, indem man genug Geheimnisse aufdeckt. Vor allem freut auch, dass es nun einen ganz neue und frische Story rund um den Lombax und den niedlichen Roboter gibt. Schließlich ist abseits des Remakes 2016 das letzte "echte" Abenteuer "Ratchet & Clank: Nexus" bereits fast acht Jahre alt.

      Eine Geschichte mit Witz, Herz und Action, ausgeklügelte Plattformer-Passagen, bombastische Ballereien, schlaue Rätsel, eine tolle Steuerung, atemberaubende Grafik, knalliger Sound und wunderschöne Welten – was kann man sich da noch mehr von einem Videospiel wünschen, das zudem den passenden Herausforderungsgrad für die ganze Familie bietet? "Ratchet & Clank: Rift Apart" überzeugt auf der PlayStation 5 auf ganzer Linie und ist nun ein unausweichlicher Grund, sich eine der neuen Konsolen zu holen. "Ratchet & Clank: Rift Apart" ist nicht nur das PS5-Highlight, sondern war auch das Videospiel des Sommers 2021!

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