Derzeit fehlt in Österreich noch ein Energie-Sparplan der Regierung. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, diesen Winter 15 Prozent Energie zu sparen. Wie genau dies erfolgen soll, ist jedem Land selbst überlassen.
Fest steht bislang: Das Klimaministerium plant ab September eine Energiesparkampagne. Darin werden praktische Tipps für die Bevölkerung präsentiert, wie etwa die Reduktion der Raumtemperatur um ein bis zwei Grad, das Wasser abzudrehen, wenn es nicht gebraucht wird, oder das Backrohr seltener zu verwenden, "Heute"berichtete.
Die Stadt Villach hat bereits Pläne forciert, um den Energieverbrauch zu senken. Mit mehr Photovoltaik und LED, weniger Raumtemperatur und Objektbestrahlung sollen in Summe 20 Prozent des aktuellen Energieverbrauchs eingespart werden, berichtet die "Kleine Zeitung". Dieser entspricht dem Stromverbrauch von rund 3200 Haushalten.
Die Stadt hat dazu zwei Strategiesäulen ausgearbeitet: So soll das Ziel in einem ersten Schritt durch die laufende Optimierung der Energieeffizienz erreicht werden. Dazu zählen die Umstellung auf Fernwärme, der flächendeckende Einsatz von LED-Leuchten, der Ausbau von Fotovoltaikanlagen sowie thermische Sanierungen.
In einem zweiten Schritt wird es Zusatzmaßnahmen geben. So wird die Heiztemperatur in städtischen Büroräumlichkeiten auf 20 Grad gesenkt. Auf den Gängen soll diese sogar auf zwölf Grad reduziert werden. Die zentrale Warmwasserversorgung im Rathaus wird abgeschaltet, die Beleuchtung von Kirchen oder Stadtgebäuden reduziert.
Weiters wird der Eislaufplatz vor dem Rathaus in diesem Winter kürzer im Betrieb sein. Voraussichtliches Ende ist laut dem Bericht der 22. Februar. Auch die Adventbeleuchtung, die aus energiesparenden LED-Lampen besteht, wird nur noch bis 23 statt bis 24 Uhr eingeschaltet bleiben. Auch die morgendliche Beleuchtung von 6.30 bis 8 Uhr entfällt.