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Rätsel um Amazon-Pakete mit gratis Smartphones

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:10

Nutzer im deutschsprachigen Raum berichten, dass sie derzeit Amazon-Pakete erhalten, obwohl sie nichts bestellt haben. Der Inhalt: Smartphones und Technik.

Es stellt sowohl Nutzer, als auch den Handel derzeit vor Rätsel: Im deutschsprachigen Raum verschicken Versandhändler Amazon-Pakete an Kunden, obwohl diese keine bestellt hatten. Jene, die ungewollt die Pakete erhalten haben, fanden darin in vielen Fällen teure, neue Smartphones oder andere wertvolle Elektronik-Artikel wie Kameras, Ferngläser oder Sexpsielzeuge.

Noch mysteriöser macht den Fall, dass die Pakete ohne Lieferschein und Rechnung verschickt werden, was eine Nachverfolgung erschwert. Auch Amazon selbst hat schon Stellung zu den Händlern genommen: "Wir gehen jedem Hinweis von Kunden nach, die unaufgefordert ein Paket erhalten haben, da dies gegen unsere Richtlinien verstößt." Verantwortliche Verkäufer würden von Amazon gesperrt.

Mehrere Theorien kursieren

Vermutungen gibt es zu den kostenlosen Lieferungen viele: Einige gehen von einer Abzock-Masche aus, bei der gehofft werde, dass verunsicherte Kunden das Produkt, das sie nicht bestellt haben, trotzdem bezahlen. Dem widerspricht allerdings, das weder Rechnung noch Lieferschein im Paket vorhanden sind. Dass Unbekannte das Konto übernommen und die Bestellung getätigt haben, ist bisher auch nicht belegt, es wurde noch kein einziger solcher Fall gemeldet.

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Eine andere Theorie ist, dass die Händler selbst mit unaufgeforderten Lieferungen versuchen, ihre Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben und damit ihre Suchergebnisse auf Amazon zu verbessern. Gerüchteweise legen sich dazu Händler Konten mit Namen und Adressen aus dem Telefonbuch an und bestellen selbst an diese, während die Waren die "echten" Menschen erhalten. Neben einem besseren Amazon-Ranking können so die Händler über gefälschte "verifizierte Käufe" ihre eigenen Produkte mit guten Bewertungen ausstatten.

Kunden können Pakete behalten

Die erhaltenen Waren können die Kunden übrigens ohne Kosten behalten, weiterschenken oder wegschmeißen, bestätigen sowohl Amazon, als auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen – allerdings nur, wenn das Paket tatsächlich an einen selbst geschickt wurde. Ist es laut Empfänger-Adresse auf dem Paket für jemand anderen bestimmt und nur versehentlich bei einem gelandet, gilt das nicht und der Absender muss informiert werden.

Auch wenn die Empfänger der kostenlosen Pakete zunehmen, freut sich nicht jeder über die Lieferungen. Ein Mann aus Deutschland berichtet bereits von elf gelieferten Paketen und will dem ein Ende setzen – notfalls auch mit einem gerichtlichen Verfahren gegen Amazon. (rfi)

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