Schlägertrupp nahm Opfer im Rotlicht-Milieu 25.300 € ab

Anwalt Mahrer und die Justizanstalt Salzburg im Hintergrund. (Montage)
Anwalt Mahrer und die Justizanstalt Salzburg im Hintergrund. (Montage)BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com, privat
Weil ein Salzburger fremde Prostituierte für sich arbeiten lassen wollte, kam eine fünfköpfige Truppe aus Deutschland und klärte die Dinge.

Das Rotlichtmilieu hat ganz eigene Gesetze: Eigentlich sollte das das Opfer, der selbst mit einer Prostituierten zusammen ist, wissen. Nach einer Feier mit einem Freund und zwei fremden Prostituierten wurde plötzlich um Geld gestritten. Angeblich wollte das Opfer die Fremd-Prostituierten "einziehen".

Brüder aus Deutschland

Die Sexarbeiterinnen riefen ihre "Brüder" in Deutschland an - ein fünfköpfiges Rumänenkommando eilte sofort von Berlin und Innsbruck nach Salzburg, um laut Anklage Rache zu nehmen. Mit Baseballschlägern, Nageleisen, Prügeln bewaffnet und mit schwarzen Gesichtsmasken über dem Kopf stürmten die Rumänen die Wohnung des Opfers in Wals-Siezenheim (Salzburg), schlugen es nieder und hielten ihm ein Messer an.

Festnahme an Grenze

Der Salzburger wurde daraufhin mit dem Messer am Arm geschnitten, schließlich musste er den Safe öffnen und den Tätern 25.300 Euro Bargeld, ein Mobiltelefon und eine Packung Zigaretten überlassen. 

Das Opfer soll daraufhin noch den Boss der Bande angerufen haben und gesagt haben: "Entweder das Geld retour oder ich gehe zur Polizei." Da sich der rumänische Capo nicht einschüchtern ließ, ging der Salzburger mit osteuropäischen Wurzeln zur Polizei. Im Zuge der Fahndung konnten vier Rumänen (23, 27, 30, 41) in einem schwarzen Passat am Grenzübergang zu Deutschland festgenommen und die Justizanstalt Salzburg eingeliefert werden. 

Anwalt hat Schwerarbeit

Anwalt Martin Mahrer hat am Dienstag die schwierige Aufgabe die vier Rumänen (einer sitzt im Ausland, wird gesondert verhandelt) wegen schweren Raubes zu vertreten. "Es war ein Raub im Rotlichtmilieu. Das Opfer wollte offenbar, fremde Prostituierte für sich arbeiten lassen." Der Schaden wurde beglichen, das Opfer bekam das gesamte Bargeld retour.

Die Urteile: Zwischen zweieinhalb und fünf Jahre Haft (nicht rechtskräftig).    

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