Räuber (16) flüchtet auf Dach, Polizist rettet ihn

Von diesem Haus wollte der 16-Jährige springen.
Von diesem Haus wollte der 16-Jährige springen.Bild: Google Street View
Ein Rettungseinsatz in Linz war in Wirklichkeit ein misslungener Raub. Ein Verdächtiger (16) drohte vom Dach zu springen. Ein Polizist konnte ihn davon abhalten.
Sie standen auf dem Dach einer Wohnung in der Linzer Innenstadt. Rundherum waren Einsatzkräfte zu sehen. Was zunächst nach einem dramatischen Rettungseinsatz aussah, entpuppte sich in Wirklichkeit als Raub.

Wie die Polizei berichtet, versuchten vier Personen (ein 18-jähriger Linzer, ein 16-Jähriger aus Ried im Innkreis, eine 19-Jährige aus Linz und ein bislang unbekannter Täter) einen Armenier (22) in dessen Linzer Wohnung auszurauben.

Mit Wischmopp geschlagen



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Maskiert läutete das Quartett Freitagfrüh gegen 6.30 Uhr bei dem Armenier und drängte ihn in seine Wohnung. Der 16-Jährige benutzte laut Polizei einen Wischmopp um die Tür aufzuzwängen und den 22-Jährigen zu schlagen. Auch die anderen drei schlugen auf den Wohnungsbesitzer ein. Schlussendlich gelang es dem Opfer zu fliehen, und eine Passantin um Hilfe zu bitten.

Dieser Linzer Polizist konnte einen geflüchteten Räuber davon abhalten, von einem Dach zu springen.
Dieser Linzer Polizist konnte einen geflüchteten Räuber davon abhalten, von einem Dach zu springen.
Sie alarmierte die Polizei.

Dem 18-Jährigen sowie dem noch unbekannten Angreifer gelang noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte die Flucht.

Die Linzerin sowie der erst 16-jährige Verdächtige durchwühlten aber noch die Wohnung. Als sie die Beamten bemerkten, flüchteten sie aus einem Fenster auf das Hausdach.

Die junge Frau konnte von den Polizisten rasch überzeugt werden, zurück zu klettern. Sie wurde noch in der Wohnung verhaftet. Die Polizisten fanden bei ihr geraubtes Parfum, Bargeld und ein Messer.

Feuerwehr baute Springtuch auf



Der 16-Jährige wollte aber nicht so einfach aufgeben. Sollte die Polizei eingreifen, wolle er springen, drohte er laut einer Polizei-Aussendung.

Zur Sicherheit baute die Feuerwehr bereits ein Sprungtuch auf.



Einem Polizisten der PI Sonderdienste gelang es, über ein Dachlukenfenster mit dem Jugendlichen in Kontakt zu treten. Nach rund einer halben Stunden konnte er ihn zur Aufgabe bewegen – Festnahme.

Das 22-jährige Opfer begab sich laut Polizei nach seiner Einvernahme selbstständig ins Krankenhaus. Die beiden Festgenommenen wurden in die Justizanstalt Ried im Innkreis eingeliefert.

Das Quartett überfiel laut derzeitigem Ermittlungsstand den 22-Jährigen weil sie glaubten, dass er Suchtgift gebunkert hatte.





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