In Wiener Neustadt kam es vergangene Woche erneut zu einem bewaffneten Tankstellen-Raub. Ziel war diesmal die ENI-Tankstelle in der Fischauer Gasse.
Der Täter stürmte laut Polizei am 10. März spätabends in den Shop und bedrohte einen Mitarbeiter mit einer Pistole. Anschließend verlangte er Bargeld aus der Kasse. Der Mann soll etwa 1,80 Meter groß gewesen sein und war komplett vermummt. Laut Ermittlern trug er eine schwarze Sturmhaube, wie der "Kurier" berichtet.
Der Angestellte musste die Tageslosung in ein mitgebrachtes weißes Plastiksackerl legen, mit dem der Täter anschließend die Flucht ergriff.
Nach Angaben der Ermittler dürfte der Räuber bewusst darauf geachtet haben, möglichst nichts zu berühren. Kriminalisten vermuten, dass er so verhindern wollte, Spuren am Tatort zu hinterlassen.
Unmittelbar nach dem Überfall wurde eine Alarmfahndung gestartet, diese verlief jedoch ohne Erfolg. Der Täter konnte entkommen, die Ermittlungen laufen weiter.
Die Polizei prüfte zunächst einen möglichen Zusammenhang mit einem Tankstellen-Raub im Jänner.
Damals hatte ein maskierter Täter eine Türmöl-Tankstelle in der Ungargasse überfallen und war mit Bargeld geflüchtet. Auch in diesem Fall wurde die Beute in einem weißen Plastiksackerl verstaut, der Täter flüchtete anschließend zu Fuß in Richtung Akademiepark.Es könnte sich aber auch um unterschiedliche Täter handeln.
Im vergangenen Oktober hatten zwei Teenager (14, 15) ein Tankstelle beim EKZ Nord überfallen – dafür fassten sie 18 bzw. 24 Monate bedingte Haft aus.