Mitten im Schuljahr

Musikschule um 26 Prozent teurer – Mutter sauer

Mitte Februar bekamen Eltern einer Musikschule einen unliebsamen Brief: Seit Anfang Februar sind die Tarife drastisch erhöht – teils über 26 Prozent!
Victoria Carina  Frühwirth
17.03.2026, 05:15
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In St. Andrä-Wördern sind aktuell viele Eltern verstimmt, denn: Mitten im Schuljahr wurden die Kosten für den Unterricht an der Prof. Adolf-Schnürl-Musikschule stark erhöht.

Eltern hatten keine Mitsprache

Die Einzelstunde (40 Minuten) an der Musikschule kostet für ein Kind aus dem Ort jetzt monatlich 68 Euro (statt 54 Euro), Gruppenunterricht für ein Quintett 53 Euro (statt 42 Euro) – beide Male eine Preiserhöhung von 26 Prozent! Auch andere Kurse der Musikschule wurden über ein Viertel teurer, am "günstigsten" steigt man als Kind mit der Elementaren Musikpädagogik aus (30 Euro pro Monat, "nur" 20 Prozent Teuerung).

Die Preisliste ab Februar 2026. In Bleistift: Der zuvor vereinbarte "alte" Preis.
privat

Die schmerzhafte Preiserhöhung der Musikstunden wurde vom Gemeinderat in St. Andrä-Wördern beschlossen. Eltern hatten dabei kein Mitspracherecht – obwohl gerade sie an die Kasse gebeten werden.

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Ausgeliefert: Kündigen erst im nächsten Schuljahr möglich

Die Mutter mehrerer Musikschüler ärgert sich, wie sie im "Heute"-Gespräch erzählt: "Am 13.2. habe ich den Brief zur Tariferhöhung bekommen." Diese soll jedoch rückwirkend schon mit Anfang Februar gültig sein. Sie kritisiert, dass über die zahlende Kundschaft hinweg entschieden wurde. Und, dass man der Tariferhöhung als Elternteil schutzlos ausgeliefert ist.

Den Vertrag kann man nämlich erst für das nächste Schuljahr kündigen, die erhöhten Preise müssen auch ohne Absprache mit den Eltern noch fix bis Ende des Schuljahres bezahlt werden. Wie lange die neuen Preise gelten und wie bald diese wieder erhöht werden, ist nicht angeführt.

Gemeinderat wird Tarife nachbesprechen

Die neuen Schulgeldtarife wurden vom Gemeinderat in St. Andrä-Wördern beschlossen, bestätigt VP-Ortschefin Susanna Kittinger gegenüber "Heute". Und weiter: "Die Einwände der Eltern werden sehr ernst genommen, daher wird in der nächsten Sitzung am 26.3.2026 bzw. im zuständigen Ausschuss diese Erhöhung nochmals auf der Tagesordnung stehen."

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