Drei Angeklagte aus Rumänien (33, 23 und 45) standen am Montag in Wr. Neustadt vor Gericht: Die Bande hatte es hauptsächlich auf Bildungseinrichtungen abgesehen.
Bei ihren Coups, die sie im Zeitraum zwischen Juli 2025 und Oktober 2025 in NÖ und Wien durchgezogen hatten, gingen die drei Rumänen – sie stammen alle aus der selben Ortschaft in ihrem Heimatland – überaus dreist vor: Die Einbruchsdiebstähle fanden nämlich großteils untertags statt!
Die Angeklagten (drei weitere Verdächtige sind noch auf der Flucht) sollen in unterschiedlichster Konstellation vorgegangen sein. Einbrüche verübten die vorbestraften Männer in der FH Wr. Neustadt, der FH St. Pölten, der Polytechnischen Schule Tulln, der Pädagogischen Hochschule Baden, den Bundesforsten und der Universität Wien.
Gestohlen wurden laut Anklage Laptops, Smartphones und iPads im Wert von über 300.000 Euro. Die Beute wurde in Rumänien verkauft. Schließlich wurden die Verdächtigen auf frischer Tat ertappt.
Der Erstangeklagte (33) und Kopf der Bande war zuletzt bereits in den Niederlanden und in Frankreich insgesamt vier Mal wegen Diebstahls verurteilt worden. Das Motiv für die Coups: Geldnot. Zwischen ihren Straftaten hatte sich das geständige Trio – alle drei sind Familienväter – als Fahrer bei einer Bäckerei, als Autoreiniger und als Tischler durchgeschlagen.
Die Urteile am Montagnachmittag: Acht Jahre Haft für den Capo, zweieinhalb Jahre Haft für den Zweitangeklagten und zweieinhalb Jahre Haft für den Drittangeklagten (die Urteile sind nicht rechtskräftig).