Gefährliche Szenen auf der Südautobahn (A2): Ein betrunkener Lkw-Fahrer war am Wochenende im Raum Wiener Neustadt als Geisterfahrer unterwegs. Laut Polizei kam es dabei zu mehreren Unfällen – glücklicherweise blieb es bei Sachschäden.
Der 41-jährige polnische Staatsbürger konnte sich später an die Irrfahrt nicht mehr erinnern. Nach eigenen Angaben sei er wegen seiner Alkoholisierung nicht mehr in der Lage, den Vorfall nachzuvollziehen. Die Polizei nahm ihm den Führerschein ab, außerdem musste er eine Sicherheitsleistung von 4.600 Euro hinterlegen.
Alles begann am Samstagabend gegen 21.30 Uhr. Der Mann fuhr mit seinem Sattelzug falsch aus einem Rastplatz auf die Autobahn und setzte seine Fahrt anschließend auf dem Pannenstreifen in Richtung Graz fort – als Geisterfahrer. Als er wenden wollte, krachte der Lkw gegen eine Leitschiene. Andere Lenker mussten ausweichen, dabei kam es ebenfalls zu Kollisionen mit einer Abgrenzung und mit dem Sattelzug.
Als Polizisten den Fahrer schließlich antrafen, bot sich ein ungewöhnliches Bild: Der 41-Jährige saß barfuß und nur mit kurzer Hose bekleidet im Führerhaus. Er wirkte stark alkoholisiert – ein Test bestätigte den Verdacht.
Der Mann blieb unverletzt. Vorsorglich wurde er jedoch ins Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht, weil auch eine akute psychische Erkrankung nicht ausgeschlossen werden konnte. Danach wurde der Lkw-Lenker der Strafabteilung der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen vorgeführt. Die Behörde verhängte ein achtmonatiges Fahrverbot für ganz Österreich.