Nach einem heftigen Streit tötete ein gelernter Rauchfangkehrer (25) seine Ex-Freundin (22) im Vorjahr mit bloßen Händen. Nach der Tat setzte er sich in das Auto der Mutter des Mordopfers und raste ungebremst in ein Brückengelände. Erst durch den Unfall entdeckte die Polizei die tote 22-Jährige. Der Verdächtige lag nach dem vermeintlichen Suizidversuch wochenlang im künstlichen Koma. Er überlebte knapp, im Dezember stand er wegen Mordes vor Gericht in Leoben (Stmk.).
Vor Gericht beschrieb er die grausamen Details der Mordnacht. Er habe die 22-Jährige nach einer Rangelei gepackt, sich mit ihr nach hinten fallen lassen. Dann habe er die junge Frau so lange gewürgt, bis sie sich nicht mehr rührte. "Ich habe nicht die Rettung angerufen, weil ich gewusst habe, dass sie tot ist", gestand er im Dezember 2023 vor Gericht. Er wurde wegen Mordes rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Der Rauchfangkehrer sollte seine Haftstrafe in der Justizanstalt Graz-Karlau absitzen. Dort wurde der Mann nun tot in seiner Zelle entdeckt. Der verurteilte Mörder soll an einer Medikamenten-Überdosis verstorben sein. Laut Staatsanwaltschaft Graz gebe es keine Hinweise auf Fremdverschulden oder Gewalt. Die Leiche wurde bereits obduziert.