"Wir kommen der Einladung nicht nach", spricht Carlo Ancelotti Klartext und sorgt damit für einen Paukenschlag im Vereinsfußball.
Der Trainer von Champions-League-Sieger Real Madrid erteilt mit seiner Aussage in der Zeitung "Il Gionale" der neu geschaffenen FIFA-Klub-WM eine Absage. Die neue Ausgabe des Turniers sieht für Sommer 2025 eine Endrunde mit deutlich höherer Teilnehmerzahl, höherem Stellenwert und höheren Preisgeldern vor. Der Weltverband will das Format nützen, um neben Weltmeisterschaften und Europameisterschaften ein weiteres Sommer-Highlight zu schaffen.
Wenn es nach den Top-Klubs Europas geht, auf dem Rücken der Spieler, die ohnehin schon unter der hohen Last des dichten Terminkalenders leiden. Zuletzt gärte es hinter den Kulissen. So hieß es, Klubs aus England und anderen Top-Nationen könnten einen Boykott anstreben. Ancelotti prescht nun stellvertretend für Real mit ÖFB-Star David Alaba vor.
Ancelotti wettert: "Sie bezahlen uns zu wenig", und ist sich sicher: "Auch andere Teams werden Nein sagen."
Die erste Ausgabe der Klub-WM mit 32 Teilnehmern ist für Sommer 2025 in den USA geplant. Aus Österreich hat sich Red Bull Salzburg qualifiziert. Es winkt eine kolportierte Mega-Antritts-Prämie von rund 20 Millionen Euro.
Was für den entthronten Bundesliga-Serienmeister eine unglaubliche Summe ist, lässt Ancelotti kalt. Jede einzelne Partie von Real hätte einen Wert von 20 Millionen Euro, so der Italiener.