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Real-Star Karim Benzema holt den "Goldenen Ball"

Wer ist Weltfußballer des Jahres? Bei der von "France Football" veranstalteten Verleihung des "Ballon d'Or" triumphierte Real-Star Karim Benzema.

Heute Redaktion
Karim Benzema mit dem "Goldenen Ball"
Karim Benzema mit dem "Goldenen Ball"
REUTERS

Die Entscheidung ist gefallen! Karim Benzema ist der "Weltfußballer des Jahres". Der 34-jährige Real-Stürmer setzte sich bei der Verleihung des "Goldenen Balls" in Paris gegen Bayerns Sadio Mane, Kevin de Bruyne von Manchester City und Robert Lewandowski vom FC Barcelona durch. Benzema erzielte in der vergangenen Saison für die "Königlichen" 44 Tore in 46 Spielen, steuerte für den Klub von ÖFB-Legionär David Alaba noch dazu 15 Assists bei, triumphierte in der Meisterschaft und in der Champions League. In beiden Bewerben wurde er noch dazu Torschützenkönig. Von der UEFA wurde er heuer bereits zu Europas Fußballer des Jahres gekürt.

"Ich habe immer davon geträumt, diesen Ball zu gewinnen", meinte Benzema in seiner Dankesrede. "Dafür habe ich viel Arbeit investiert und viele Schwierigkeiten überwunden. Es war oft schwer, auch für meine Familie. Aber das hat mich stärker gemacht. Jetzt bin ich da, wo ich immer sein wollte. Die Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich bedanke mich bei allen Teamkollegen, Trainern und Funktionären. Es ist ein Ballon d'Or des Volkes."

2021 und 2019 triumphierte noch Paris-Superstar Lionel Messi (2020 fand wegen der Corona-Pandemie keine Auszeichnung statt), 2018 holte Benzemas Real-Kollege Luka Modric den "Goldenen Ball".

Ronaldo abgeschlagen

Weit abgeschlagen im Ranking landete übrigens Manchester-United-Superstar Cristiano Ronaldo, der in den Jahren 2008, 2013, 2014, 2016 und 2017 noch den Goldenen Ball abstaubte. In der Rangliste für die vergangene Saison ist der 37-jährige Portugiese nur auf Platz 20 zu finden.

Die weiteren Auszeichnungen

Den Preis für die Mannschaft des Jahres holte Manchester City – obwohl die "Citizens" bis auf den Titel in der Premier League keinen großen Triumph zu feiern hatten. Eine Enttäuschung für Real Madrid.

Die "Yachine-Trophy" für den besten Torhüter ging an Thibaut Courtois von Real Madrid. "Wir hatten eine großartige Saison. Auch die anderen Goalies sind großartig. Wenn es nicht gut läuft, hilft mir immer meine Familie. Dafür vielen dank", meinte der Champions-League-Sieger. Er erhielt die Trophäe von Dortmunds Sebastien Haller, der gerade gegen Hodenkrebs kämpft. "Die Behandlung läuft weiter. Ich will zeigen, dass ich da bin", meinte der Stürmer über seinen Gesundheitszustand.

Mit Robert Lewandowski gibt es einen Titelverteidiger als bester Torschütze. Der frühere Bayern-Star und aktuelle Barcelona-Stürmer erhielt die "Gerd-Müller-Trophy". "Ich bin sehr stolz, danke an meine Ex-Teamkollegen und die bei Barca", meinte der Pole, der den Torrekord von 41 Treffern von Bayern-Ikone Müller knackte. "Danke an meine Familie, ihr macht mich jeden Tag sehr glücklich."

Zur besten Spielerin wurde Alexa Putellas vom FC Barcelona ausgezeichnet, die damit trotz Kreuzbandriss ihren Titel von 2021 verteidigte. "Ohne meine Mitspielerinnen wäre das nicht möglich. Ich bin sehr stolz", freute sie sich. "Es ist ein Privileg, hier zu spielen. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich wäre, nochmals hier zu stehen."

Für sein soziales Engagement wurde Ex-Salzburger Sadio Mane mit dem neu geschaffenen "Socrates-Award" ausgezeichnet. Der Bayern-Stürmer engagiert sich abseits des Platzes sehr für sein Heimatland Senegal, wo der früherer Liverpool-Star mit seinen Einnahmen aus dem Fußball-Geschäft zum Beispiel Krankenhäuser errichtet. "Ich rede nicht gerne darüber. Ich versuche einfach so viel wie möglich zu geben", meinte er bescheiden.

Zum besten U21-Spieler wurde Barcelonas Eigenbau-Megatalent Gavi ausgezeichnet. Dafür erhielt er die "Kopa Trophy". Die große Bühne ist offensichtlich nicht die Sache des 18-Jährigen, der sich in seiner kurzen Dankesrede schlicht bei der "Familie, den Trainern und dem Team" bedankte.

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