Klima-Rebellen stoppen Verkehr mit Sitzblockade

Die Klimainitiative Extinction Rebellion mobilisiert in Wien: mit "zivilem Ungehorsam" und "Störaktionen" wollen die Aktivisten in der Hauptstadt auf den Klimaschutz aufmerksam machen.
"Die Zeit läuft uns davon. Wir stehen vor dem ökologischen Kollaps", mit diesen drastischen Worten will die internationale Initiative "Rebellion für das Leben" ("Extinction Rebellion") auf die Gefahr des Klimawandels hinweisen.

Seit dieser Woche ist die Organisation auch in Österreich aktiv: Gestartet wurde mit einem Training für "gewaltfreien zivilen Ungehorsam", an dem nach Angaben des Portals "oekonews.at" rund 100 Menschen teilgenommen haben sollen.

Am heutigen Mittwoch wurde das Erlernte offenbar auch schon in die Tat umgesetzt. Mit einer Störaktion am Wiener Ring auf Höhe des Rathauses sollte ein empfindlicher Verkehrsknotenpunkten getroffen werden.

CommentCreated with Sketch.17 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Wie auf Bildern zu sehen ist, ließen sich mindestens 18 Personen auf dem Zebrastreifen nieder und weigerten sich wieder aufzustehen. Nebenan plakatierten Unterstützer mit dem Slogan "Klimanotstand". Die Klima-Rebellen mussten schließlich von Polizeibeamten einzeln von der Fahrbahn getragen werden.

Schweigender Trauermarsch

Der Sitzprotest am Mittwoch soll aber nicht die einzige Störaktion bleiben. Am Freitag will die Gruppe im Anschluss an den Klimastreik der Initiative "Fridays For Future" – diese versammelt sich zwischen 12 und 14 Uhr am Heldenplatz – einen "schweigenden Trauermarsch" von der Hofburg zum Rathaus abhalten.

Wien ist übrigens nicht die einzige Stadt, in der die "Rebellion für das Leben" auf die Straße geht. Seit Montag laufen Störaktionen in mehr als 80 Metropolen auf der ganzen Welt.

Die Bilder des Tages

(rcp)

TimeCreated with Sketch.; Akt:
Innere StadtNewsWienProtesteKlimawandelLPD Wien

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema