Welt

Ausnahmezustand bei Erdogan-Besuch in Köln

Drei Tage war der türkische Staatschef Erdogan in Deutschland zu Gast. Die einen protestierten, während die anderen applaudierten.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:23

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist am letzten Tag seines Staatsbesuchs in Deutschland am Samstag erneut mit Kanzlerin Angela Merkel zusammengekommen. Tausende Anhänger und Gegener sind auf die Straßen gegangen.

Erdogan-Kritiker mussten aus Sicherheitsgründen außerhalb der Stadt Köln demonstrieren. Die Proteste verliefen Berichten zufolge friedlich. Anders sah das bei den Kundgebungen von Anhängern des türkischen Machthabers aus.

Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld haben sich die Fans mit wehenden türkischen Flaggen versammelt, um ihre Anerkennung kundzutun. Erdogan hatte die Zentralmoschee, die vom islamischen Religionsverband DITIB finanziert wird, offiziell eingeweiht – die Stadt hielt die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich ab. Erdogan-Unterstützer haben dabei immer wieder den umstrittenen rechtsextremen Wolfsgruß gezeigt.

Eine Verbesserung der deutsch-türkischen Beziehungen konnte der Staatsbesuch des zunehmend autoritär agierenden Machthabers übrigens nicht bringen – eher im Gegenteil. Das Verhältnis bleibt – wohl auch wegen der umstrittenen Rede von Erdogan – äußerst angespannt.

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(red)

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