Eine Razzia bei einem Mitglied der rechtsextremen "Reichsbürger" in Bayern ist am Mittwoch blutig zu Ende gegangen. Ein 49-Jähriger, dem wegen zunehmender "Unzuverlässigkeit" die Waffenerlaubnis entzogen werden sollte, zielte auf mehrere Polizisten und verletzte vier Beamte. Einer schwebt in Lebensgefahr.
Eine Razzia bei einem Mitglied der rechtsextremen "Reichsbürger" in Bayern ist am Mittwoch blutig zu Ende gegangen. Ein 49-Jähriger, dem wegen zunehmender "Unzuverlässigkeit" die Waffenerlaubnis entzogen werden sollte, zielte auf mehrere Polizisten und verletzte vier Beamte. Einer schwebt in Lebensgefahr.
Der Vorfall ereignete sich gegen sechs Uhr in Georgensgmünd. Polizisten wollten die legalen Waffen des "Reichsbürgers" sicherstellen. Da er von Behörden mittlerweile als unzuverlässig eingestuft wurde, sollte ihm die Waffenerlaubnis entzogen werden.
30 Waffen, Zutritt zu Anwesen bislang verweigert
Der Mann hatte sich laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in der Vergangenheit wiederholt geweigert, Waffenkontrolleuren und Polizisten Zutritt zu seinem Anwesen zu gewähren. Über 30 Waffen waren auf seiner Besitzkarte eingetragen.
Als Polizisten das Anwesen des Verdächtigen betraten, eröffnete dieser das Feuer auf die Beamten. Vier Polizisten wurden verletzt, der mutmaßliche Schütze wurde leicht verletzt festgenommen.
Ein Polizist in Lebensgefahr
Zwei der Beamten wurden laut Herrmann von Kugeln getroffen. Ein Beamter wurde notoperiert, er befindet sich nach wie vor in Lebensgefahr. Der zweite Beamte erlitt einen Durchschuss im Oberarm. Die beiden anderen Kollegen wurden durch Glassplitter verletzt.
Bei den Reichsbürgern handelt es sich um eine rechtsextreme Bewegung, die Deutschland nicht als Staat anerkennt, sondern den angeblichen Fortbestand des Deutschen Reiches propagiert. Deren Anhänger sprechen daher sämtlichen Behörden die Legitimität ab.