Welt

Rechtspopulisten sollen Krim-Referendum prüfen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:18

Moskau hat die rechtspopulistischen Parteien Europas, darunter auch die FPÖ, als Beobachter des anstehenden Referendums auf die Krim geladen. EU-Mandatar Andreas Mölzer hat die Einladung bereits abgelehnt - wegen "terminlicher Schwierigkeiten". Andere Parteien wie Frankreichs Front National oder Italiens Lega Nord beraten noch.

Moskau hat die rechtspopulistischen Parteien Europas, darunter auch die FPÖ, als Beobachter des geladen. EU-Mandatar Andreas Mölzer hat die Einladung bereits abgelehnt - wegen "terminlicher Schwierigkeiten". Andere Parteien wie Frankreichs Front National oder Italiens Lega Nord beraten noch.

Die russische Organisation "Eurasian Observatory for Democracy & Elections" hatte mehrere EU-Abgeordnete rechter Parteien, darunter neben der FPÖ auch Vlaams Belang, Front National und Lega Nord dazu eingeladen, das Referendum auf der Krim zu beobachten. .

Andreas Mölzer sagte bereits ab, wie ein Sprecher der FPÖ-Delegation am Mittwochabend mitteilte. Als Grund für die Absage nannte der Sprecher terminliche Schwierigkeiten. Front-National-Parteichefin Marine Le Pen sagte am Mittwoch in Straßburg, die Parteigremien hätten darüber noch nicht entschieden.

Lega Nord von russischem Botschafter eingeladen

Le Pen zeigte aber Sympathie für die russische Einladung. Diese sei "nicht schockierend". Le Pen: "Je mehr Menschen dieser Einladung nachkommen, desto besser." Ebenfalls eingeladen wurde der Chef der Lega Nord im EU-Parlament, Lorenzo Fontana - nach eigenen Angaben direkt vom russischen Botschafter Alexej Kornow. Er denke noch über eine Krim-Reise nach.

Auch die niederländische Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders hat eine solche russische Einladung erhalten, will sie aber nicht annehmen, meldete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Mittwoch.

"Völker müssen entscheiden"

Le Pen bezog auf Fragen nicht klar Stellung, ob sie das Vorgehen Russlands in der Ukraine gutheiße oder nicht. " und sei eng mit Russland verbunden. Le Pen warf der EU, die Russland einen Bruch des Völkerrechts vorwirft, eine inkohärente Haltung vor. So sei auch der "Kosovo Serbien entrissen worden", sagte sie. Die jetzigen Drohungen der EU gegenüber Moskau seien "völlig unangemessen".

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