Das Sturmtief Antonia macht den Wochenstart ungemütlich. Schnee kommt bis auf 600 Meter herab und Orkanböen bringen Graupel und Gewitter. Auch am Abend galt noch in vier Bundesländern eine rote Schnee-Warnung. Michele Salmi von der Österreichischen Unwetterzentrale erklärt, wie es in den kommenden Stunden und Tagen weitergeht.
In der Nacht auf Dienstag verlagert sich ein Randtief von der Mitte Deutschlands bis nach Osteuropa. Dieses bringt vor allem im westlichen Nordalpenbereich einige Zentimeter Neuschnee. Am Dienstag selbst sorgt dann zunehmender Hochdruckeinfluss für eine vorübergehende Wetterberuhigung. Inneralpin stellen sich jedoch in den kommenden Tagen föhnige Verhältnisse ein. Bereits in der Nacht auf Mittwoch erreicht das okkludierende Frontensystem eines Tiefs über der Ostsee den Alpenraum und sorgt neuerlich für unbeständiges und windiges Wetter. Die Aussichten im Detail.
Am Montagabend setzt entlang der Nordalpen von Westen her allmählich wieder Regen und Schnee ein. Die Schneefallgrenze liegt dabei anfangs noch bei 700 bis 800 Meter. Der Westwind weht im Norden und Osten weiterhin kräftig mit stürmischen Böen.
In der Nacht auf Dienstag stauen sich im westlichen Bergland weitere Schauer, die Schneefallgrenze sinkt allmählich bis in die Täler. Vor allem im Arlberggebiet und in den zentralen Nordalpen sind einige Zentimeter Neuschnee in Sicht. Der Wind dreht mit Durchzug des Randtiefs von West auf Nordwest, in exponierten Lagen des Alpenostrandes bzw. auch in den prädestinierten Tälern der Südalpen sind lokal stürmische Böen einzuplanen.
Am Dienstag dominieren an der Alpennordseite die Wolken und von Vorarlberg bis in die Obersteiermark gehen zunächst noch einige Schauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt im Bergland in den meisten Tallagen, sonst bei etwa 500 Meter. Im Osten ziehen nur einzelne Schauer durch und im Süden bleibt es trocken, im Tagesverlauf lassen die Schauer aber generell nach. Der Wind weht lebhaft bis kräftig mit stürmischen Böen aus West bis Nordwest, in den Südalpen wird es föhnig. Die Höchstwerte liegen bei drei bis 13 Grad.
In der Nacht auf Mittwoch treffen aus Nordwesten erneut dichte Wolken samt einiger Schneeschauer bis in inneralpine Tallagen herab ein. Der zuvor kräftige Westwind im Flachland lässt etwas nach, allerdings bleibt es in den Südalpen weiterhin föhnig.
Am Mittwoch überwiegen an der Alpennordseite zunächst die Wolken und besonders vom Tiroler Unterland bis in die nördliche Obersteiermark fällt in den Morgenstunden bis in viele Täler etwas Schnee, tagsüber steigt die Schneefallgrenze von Westen her gegen 1.000 Meter an und es trocknet immer mehr ab. Zudem lockern die Wolken lockern noch auf. Abseits der Alpen ziehen nur einzelne Schauer durch und tagsüber kommt die Sonne zum Vorschein. Der Wind weht vor allem im Osten und in den Südalpen noch kräftig mit stürmischen Böen aus Nordwest. Die Temperaturen steigen auf 5 bis 15 Grad
Der Donnerstag bringt eine deutliche Wetterbesserung. Bereits von den Morgenstunden an geht es meist sonnig durch den Tag, einzig im Westen ziehen ein paar Wolken durch, die aber allesamt harmlos bleiben und keinen Niederschlag bringen. Der Wind dreht auf südliche Richtungen und frischt lediglich im Osten noch lebhaft auf. Nach einem häufig frostigen Start erwärmt sich die Luft auf 5 bis 13 Grad.