Grüne gegen 1.000-Euro-Gutschein für alle Österreicher

Die Regierung ist gegen einen "Österreich-Gutschein" im Tourismus.
Die Regierung ist gegen einen "Österreich-Gutschein" im Tourismus.picturedesk.com
Die Gewerkschaft "vida" forderte einen "Österreich-Gutschein", um dem Tourismus zu helfen. Die Regierung ist dagegen.

Die Corona-Pandemie hat vor allem dem Tourismus schwer zugesetzt. Die Gewerkschaft "vida" fordert zuletzt einen "Österreich-Gutschein", ähnlich nach dem Vorbild des "Gastro-Gutscheins" in Wien. Laut "vida" könnten damit viele Arbeitsplätze gesichert werden.

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Der "Österreich-Gutschein" im Wert von 1.000 Euro wäre für Hotels, Gastronomie und den regionalen Handel gedacht. Die Regierung erteilte nun der Forderung eine Absage. Laut Finanzministerium sei so ein Projekt derzeit kein Thema. Man verwies auf die bisherigen Hilfeleistungen der türkis-grünen Bundesregierung.

"Wahnsinnig teuer und sozial nicht treffsicher"

Auch die Grünen sind dagegen. "Meine Hauptkritik an der Idee ist, dass Gutscheine nicht sozial treffsicher sind", erklärte die Tourismussprecherin der Grünen, Barbara Neßler, am Dienstag im Ö1-Mittagsjournal. Zudem sei er "wahnsinnig teuer" und würde "regional sehr unterschiedlich wirken".

So würde etwa der von der Coronavirus-Pandemie stark betroffene Städtetourismus relativ wenig davon profitieren. Neßler kritisierte zudem, dass auch Menschen, die ihn nicht bräuchten, bekommen würden. Personen, die finanziell schlechter gestellt sind, zahlen somit viel mehr für den Gutschein.

Die Regierung setzt weiterhin auf Rettungsschirme. Die Grünen gehen davon aus, dass es auch nächstes Jahr einen Fixkostenzuschuss geben wird.

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