Experte in ZiB-2

Regime-Wechsel in Ungarn – "Putin hat Agenten verloren"

Umbrüche in Ungarn und Bulgarien: Nach dem Ende der Ära Orbán und dem Machtwechsel in Sofia ordnet Experte Paul Lendvai die Lage in der "ZiB 2" ein.
Newsdesk Heute
19.04.2026, 22:08
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Nach 16 Jahren unter Viktor Orbán steht Ungarn vor einem politischen Wendepunkt. Peter Magyar hat die Wahl gewonnen und übernimmt nun die Regierungsgeschäfte. Der Machtwechsel beendet eine Ära, die das Land innenpolitisch und im Verhältnis zur Europäischen Union stark geprägt hat.

Auch in Bulgarien kommt es nach der Parlamentswahl zu einer neuen politischen Konstellation: Der prorussische Ex-Präsident Rumen Radew feiert wohl einen Erdrutschsieg und rückt an die Regierungsspitze.

"Putin hat Agenten verloren"

Am Sonntagabend ordnete der Osteuropaexperte und Autor Paul Lendvai in der ZiB-2 die Entwicklungen in beiden Ländern ein. "Russland hat mit Orban einen Agenten verloren", so Lendvai. Dafür habe Russland mit Radew einen Vertreter in der EU dazugewonnen. "Wie weit er innerhalb der EU gehen wird, wissen wir nicht", so der Experte. Aufgrund der Kräfteverhältnisse innerhalb Bulgariens sei es jedoch unwahrscheinlich, dass er ein zweiter Orban werde.

Angesprochen auf die Ungarn-Wahl habe Lendvai nicht mit so einem eindeutigen Sieg Magyars gerechnet. "Ich glaube, dass sie die Weichen neu stellen werden", stellt er im Gespräch mit Margit Laufer klar. Klar sei, dass man in Brüssel auch verstanden habe, dass Ungarn nun auch mit Unterstützung der EU rechnen müsse.

"Ich glaube nicht, dass er die Methoden Orbans kopieren wird. Die Gesellschaft ist erwacht und wird nicht tolerieren, wenn Magyar seine Versprechen brechen wird", stellt Lendvai weiter klar. Der Experte ist der Meinung, dass die Korruption zum Großteil ausgemerzt werde und auch die Beziehungen zu Österreich wieder besser werden.

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