Reiche bekommen MRT schneller als sozial Schwache

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Kann man in Österreich einen MRT-Termin privat zahlen, wird in einigen Fällen offenbar klar bevorzugt. "Klare Benachteiligung", heißt es. Die Wartezeiten der einzelnen Institute unterscheiden sich ganz massiv, sie schwankt zwischen zwei und 92(!) Tagen.

Kann man in Österreich einen privat zahlen, wird in einigen Fällen offenbar klar bevorzugt. "Klare Benachteiligung", heißt es. Die Wartezeiten der einzelnen Institute unterscheiden sich ganz massiv, sie schwankt zwischen zwei und 92(!) Tagen. 

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nahm insgesamt 61 österreichische Institute mit Kassenzulassung unter die Lupe. Wurde den Testern ein Termin genannt, der mehr als zwei Wochen in der Zukunft liegt, wurde nachgefragt ob bei Privatzahlung eine Vorreihung erfolgen können.

28 Institute, also fast die Hälfte, gingen auf darauf ein. Die Zeitersparnis reichte dabei von neun bis zu 86 Tagen. Eine klare Benachteiligung sozial Schwächerer wie Christian Kornherr, Leiter des Bereichs Untersuchung, weiß: "Das widerspricht dem Solidargedanken. Zumindest innerhalb der einmonatigen Gültigkeit der ärztlichen Überweisung sollte eine Untersuchung für alle Betroffenen möglich sein."

Auch die Wartezeiten waren sehr unterschiedlich: In 27 Instituten hätten die Testpersonen innerhalb von drei Wochen einen Termin bekommen, bei 23 weiteren Anbietern musste zwischen drei und fünf Wochen gewartet werden. Die kürzeste Wartezeit wurde mit zwei Tagen von einem Facharzt der Radiologie in Tirol genannt, am längsten dauerte es in Kärnten (92 Tage).

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