Für Kopfschütteln sorgte kürzlich die Entdeckung von "Heute"-Leserin Renate (52, Anm. Name geändert): In einem bekannten Supermarkt im Bezirk Neunkirchen fiel ihr der horrende Kilo-Preis für ein Dinkelbrot mit Mehl aus Österreich auf. 10,49 Euro muss man für die Ware löhnen. Alles dazu hier:
Doch nicht nur Brot ist teilweise heikel teuer geworden, auch Kleingebäck hat mittlerweile ganz schön gesalzene Preise, wie "Heute"-Leser Günther (Anm. Name geändert) aus Graz schildert.
"Unlängst kaufte ich mir ein Mohnweckerl bei einer renommierten Grazer Bäckerei. Bei dem Preis von 1,70 Euro hat mein rechentechnisch geschultes Gehirn auf einmal zu rotieren begonnen. 1,70 Euro – wieviel kostet da wohl ein Kilo dieses wohlschmeckenden Gebäcks? Und noch am Heimweg habe ich mir gedacht, dieser Preis kommt nahe dem Wert von istrischen Trüffeln", so der Künstler.
„Dieser Preis kommt nahe dem Wert von istrischen Trüffeln.“"Heute"-Leserzum Preis von Kleingebäck
Der Mann machte also den Vergleich, kaufte bei mehreren Bäckereien sowie Supermärkten Mohnweckerl, wog das Gebäck und rechnete hoch. "Es gab Weckerl von 0,79 Euro bis 1,70 Euro und es gab Weckerl mit einem Gewicht von 57 bis 81 Gramm. Daraus ergaben sich Kilopreise von 7,69 Euro bis 27,87 Euro", ärgert sich der "Heute"-Leser.
Der Grazer nahm sich in Folge ein Mohnweckerl-Rezept zur Hand und rechnete sich mit den handelsüblichen Preisen der Zutaten den reinen Materialwert aus. "Somit würde ein Kilogramm Rohmasse für Mohnweckerl zwischen 3,04 Euro und 3,68 Euro kosten", gibt der Steirer an.
"Es ist klar, dass die Differenz zwischen den Materialkosten und dem Verkaufserlös nicht der Gewinn des Bäckers ist, es gibt ja noch die Kosten für Maschinen, Personal, Vertrieb usw. Trotzdem frage ich mich, wie man zu einem Kilopreis von 27,87 Euro kommen kann, wo doch der Kilopreis für 'normales' Brot bei zirka 8 bis 10 Euro liegt?", fragt er.
Der Grazer wandte sich deshalb bereits an die Bundeswettbewerbsbehörde sowie den Verein für Konsumenteninformation. "Vom VKI habe ich eine Antwort bekommen, die auch bedauern, dass kein Hinweis auf den Kilopreis vorgesehen ist bei Kleingebäck. Ein Nachteil für die Konsumenten", schließt der aufmerksame Kunde.