Eigentlich sollte der Interregio 15 längst in Basel sein. Nachdem der Zug um 10 Uhr vom Luzerner Bahnhof abfuhr, hielt er aber rund eine Dreiviertelstunde später in der Nähe von Langenthal unvermittelt an. Grund dafür ist ein Stromausfall, wie ein News-Scout gegenüber "20 Minuten" sagt.
"Wegen dem Stromausfall ist auch die Lüftung ausgefallen. Wir müssen aber im Zug bleiben, Eingangstüren und auch die Toiletten sind geschlossen", so der News-Scout. Trotz der drückenden Hitze, laut dem Augenzeugen herrschen auch im kühleren Untergeschoss des doppelstöckigen Zuges Temperaturen von über 30 Grad, werde kein Wasser organisiert. Wie die SBB-Sprecherin sagt, haben Angestellte mittlerweile damit begonnen, Wasser an die Reisenden zu verteilen.
Der News-Scout übt auch Kritik an der Kommunikation der SBB. "Wir erhielten die Information, dass der Zug nach Sursee abgeschleppt werde. Wie oder wann dies geschehen soll, darüber gab es allerdings keine Informationen". Die SBB bestätigte die Abschleppaktion und schrieb weiter, dass die Reisenden mit einem ICN nach Bern gebracht würden. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben. Zeitangaben machte die SBB nach wie vor keine. Der Ersatzzug ist mittlerweile eingetroffen, die Passagiere konnten umsteigen.
Wie eine Sprecherin der SBB gegenüber "20 Minuten" sagte, steht der Ausfall in Verbindung mit der Fahrleitungsstörung, die derzeit zwischen Bern und Olten vorliegt. Die Störung besteht seit 12 Uhr, davon betroffen sind die Linien IC 1, IC 5, IC 8, IC 61, IR 15, IR 16 und die S 23.