Rendi-Wagner will KEINE Impf-Pflicht in Österreich

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ).
Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ).Bild: Picturedesk
In Deutschland starb eine 37-jährige Frau trotz Impfung an Masern. Eine Impfpflicht wird es deshalb in Österreich wohl nicht geben.
Angesichts der ersten Masern-Toten des Jahres in Deutschland, der Impfpflicht für Kinder in Italien und der explodierenden Infektionen auch in Österreich, diskutiert die Bevölkerung auch bei uns über einen Impfzwang.

Gesundheitministerin Pamela Rendi-Wagner hat schon mehrmals ihre Pläne vorgestellt. Sie möchte Impflücken schließen und denkt über einen "elektronischen Impfpass" nach: "Wir arbeiten an einem Erinnerungssystem, das anschlagen soll, wann welche Impfung aufgefrischt werden muss", wiederholt die Ministerin ihre Haltung im Gespräch mit "Heute".

Impfgegner mit Strafe bedrohen? Wie groß die Aufregung rund um eine mögliche staatliche Verfügung ist, zeigte auch eine "Heute"-Umfrage zum Thema.

Über 20 Prozent gegen Impfen!

Die Zahlen im Detail: Zwar ist eine qualifizierte Mehrheit von 60 Prozent (Stand 26.05.2017) der Meinung, dass Impfungen "gut und notwendig" sind, aber immerhin 16 Prozent der Befragten würden eine Impfpflicht als "Bevormundung durch den Staat" sehen. Und fünf Prozent verweigern Impfungen für sich und ihre Kinder völlig!

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Eine generelle Impfpflicht aber - wie etwa ab sofort in Italien - strebt die Ministerin nicht an: "Das kommt für mich nicht in Frage", sagt sie gegenüber Heute.

Im Deutschland sollen Eltern nun verpflichtend ein Informationsgespräch absolvieren müssen. Tun sich das nicht, sind Kinderbetreuer angewiesen, sie bei den Behörden zu "verpfeifen". Strafe: bis zu 2.500 Euro.

(wapo/csc)

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