Nach intensiven Beratungen hat die deutsche Rentenkommission ihren Abschlussbericht mit insgesamt 33 Vorschlägen für eine Reform des Rentensystems vorgelegt. Besonders im Fokus stehen die Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung sowie die Einführung einer sogenannten Kapitalrente.
Die 13 Mitglieder der Kommission trafen sich in den vergangenen Wochen mehr als 20 Mal und diskutierten oft bis spät in die Nacht. Trotz unterschiedlicher Positionen innerhalb der Kommission konnten sich die Experten auf eine breite Mehrheit für die Empfehlungen einigen.
Eine einstimmige Einigung war nicht bei allen Punkten möglich, doch die Kommission sieht ihre Arbeit als wichtigen Schritt für die Zukunft der Rente. Union und SPD sind in der Rentenpolitik weiterhin uneinig, was die Umsetzung erschweren könnte.
Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil lobte die Ergebnisse und betonte, dass man sich die Vorschläge genau ansehen und ausführlich diskutieren werde. Er hob hervor, dass es bereits ein Wert an sich sei, dass sich Experten unterschiedlicher Richtungen auf gemeinsame Empfehlungen einigen konnten.