Rentner bunkerte 25 Kilo Sprengstoff, dann brannte es

Der Angeklagte
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Ein 70-jähriger Mostviertler hatte rund 25 Kilogramm Sprengstoff gebunkert. Erst bei einem Feuerwehreinsatz kam die gefährliche Sache ans Tageslicht.

Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr staunten am 4. Dezember 2020 bei einem Brand im Bezirk Melk nicht schlecht: Sie fanden bei einem 70-Jährigen 25 Kilogramm Sprengstoff in Form von Gelatine Donarit, 114 elektrische Momentzünder, 58 Stück Sprengkapseln, 320 Meter Zündschnur sowie eine Zündmaschine und ein bereits verrostetes Sturmgewehr StG 44 .

Die Feuerwehr räumte die Sprengsätze nach Ablöschen des Brandes in den Schuppen, der Rentner hatte den strikten Auftrag, die Sprengmittel zu melden. Dem kam der 70-Jährige aber nicht nach, wurde im Jänner anonym angezeigt ("Heute" berichtete) und musste am Donnerstag in St. Pölten vor Gericht. 

Vater war Sprengmeister

Beim Prozess klärte sich die Sache schnell auf: Der Pensionist lebte im Haus mit seiner Schwester (66), sein Vater war Sprengmeister und starb 2018. Seither lagen die Sprengsätze im Haus. Der ohnedies bediente Rentner, den der Brand schwer mitgenommen hatte, vergaß einfach, die Meldung zu machen.

Urteil: Fünf Monate bedingte Haft wegen fahrlässiger Gemeingefährdung (nicht rechtskräftig).

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