In der französischen Gemeinde Nohic kam es zu einem kuriosen Vorfall: Ein Pensionist hat eine Drohne mit seinem Gewehr abgeschossen, weil er glaubte, dass Einbrecher sein Grundstück auskundschaften wollen.
Tatsächlich hatte die Gemeindeverwaltung am Dienstagnachmittag die Drohne eingesetzt, um den Zustand der Dächer der öffentlichen Gebäude in der 1.500 Einwohner zählenden Ortschaft zu überprüfen.
Demnach verlief der Drohnenflug zunächst normal. Doch als das Flugobjekt über dem Festsaal der Gemeinde kreiste, griff der 76-jährige Nachbar zur Waffe und holte die Drohne mit einem einzigen Schuss vom Himmel.
"Er ist ein netter Mensch, aber er ist in Panik geraten", sagte Bürgermeister Julien Castagne demnach. Der Rentner habe befürchtet, Kriminelle würden sein Anwesen für künftige Einbrüche ausspähen. "Vielleicht hätten wir ihn aufsuchen und warnen sollen", gibt der Bürgermeister zu, dass die Bürger im Vorhinein womöglich besser informiert werden hätten sollen, wie die Regionalzeitung "La Dépeche" berichtet.
Der Bürgermeister bestreitet jegliche Überwachungsabsicht. "Wir haben nicht nach unregistrierten Schwimmbädern oder Ähnlichem gesucht. Wir wollten lediglich den Zustand der Dächer des Gemeindehauses, der Schule und des Clubhauses begutachten, um festzustellen, ob Renovierungsarbeiten nötig waren."
Die Firma, die die Drohne steuerte, beteuert, nicht über dem Grundstück des Mannes geflogen zu sein. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die etwa 1.400 Euro teure Drohne war allerdings nicht mehr einsatzfähig. Die Gendarmen nahmen den Mann mit auf die Wache und leiteten eine Untersuchung ein.