Ein ungewöhnlicher Verkauf sorgte bei "Bares für Rares" für Aufsehen: Pensionist Franz-Josef präsentierte eine hellbraune Papiertasche, die er Anfang der 1990er-Jahre in einer Hamburger Galerie erworben hatte. Jahrzehntelang hing sie eingerahmt in seinem Büro.
Das Besondere an dem vermeintlich simplen Einkaufsutensil: Darauf ist das legendäre Campbell-Suppendosen-Motiv von Pop-Art-Ikone Andy Warhol abgebildet. Das Stück stammt aus dem Jahr 1966.
Wie tag24.de berichtet, erklärte Expertin Bianca Berding (49), dass die Tüte im Rahmen einer Ausstellung des Institute of Contemporary Art in Boston hergestellt wurde. Besucher konnten sie damals als Tragetasche oder Souvenir mitnehmen.
Da viele dieser Tüten tatsächlich im Alltag verwendet und später weggeworfen wurden, existieren heute nur noch wenige Stücke. Die Expertin bescheinigte dem Exemplar einen "richtig guten Zustand".
Franz-Josef hoffte auf 2500 Euro. Moderator Horst Lichter (64) reagierte fassungslos: "Für eine Tüte?" Doch auch Berding hielt den Preis für etwas hoch – realistisch seien 1700 bis 2000 Euro.
Im Händlerraum entbrannte nach dem Startgebot von 500 Euro ein spannendes Bieterduell. Am Ende sicherte sich Julian Schmitz-Avila (39) das Sammlerstück für 1650 Euro.
Damit verfehlte der Flensburger zwar knapp die Expertise, kassierte aber dennoch ordentlich für sein "Papiertütchen", wie Kult-Händler Walter "80-Euro-Waldi" Lehnertz (59) augenzwinkernd anmerkte.