Was als gemütliche Wanderung mit ihrem Hund begann, endete in einer Katastrophe. Die 21-jährige Brianna M. war auf dem rund 1.600 Meter hohen Mount Marcy unterwegs, dem höchsten Berg im US-Bundesstaat New York, als sie nahe dem Gipfel vom Weg abrutschte.
Noch am Donnerstagnachmittag, gegen 15 Uhr, setzte sie einen Notruf ab und schilderte, dass sie schwer gestürzt sei. Am Telefon wurde ihr mitgeteilt, Hilfe sei unterwegs. Eine umfangreiche Suchaktion lief an, Dutzende Einsatzkräfte rückten aus - auch mit Schneemobil und Hubschrauber. Doch die Wetterbedingungen erschwerten die Suche massiv.
Erst sechs Stunden später, gegen 21 Uhr, wurde die junge Frau im Schnee entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sie keine Lebenszeichen mehr. "Sie wurde in der Nähe des Gipfels für tot erklärt", erklärte die Polizei. Als Todesursache gaben die Behörden Unterkühlung bekannt. "Ihr Hund war unverletzt und wurde gerettet."
Ihr Vierbeiner Fezco wich ihr bis zuletzt nicht von der Seite. Während die Temperaturen um den Gefrierpunkt lagen, dürfte der Hund ihr zumindest etwas Wärme gespendet haben.
Brianna M. galt als erfahrene Wanderin. In mehreren Nationalparks hatte sie bereits anspruchsvolle Touren absolviert, wie Fotos in sozialen Netzwerken zeigen. Schon im November war sie auf dem verschneiten Mount Marcy unterwegs gewesen - rund 600 Kilometer von ihrer Heimat New Jersey entfernt.
Für sie war der Berg etwas Besonderes. "Das war ihr Lieblingsberg. Sie hatte sich so auf die Rückkehr gefreut", sagte ihre Nichte. Freunde und Angehörige nehmen nun in sozialen Netzwerken Abschied von der jungen Frau, die von vielen nur "Bri" genannt wurde.
"Ich kann es nicht glauben. Mein Herz ist gebrochen wegen dem, was dir zugestoßen ist", schreibt ein Bekannter unter gemeinsamen Fotos. "Ich weiß, wie sehr du davon geträumt hast, die Welt zu erkunden und all die unglaublichen Orte zu sehen, die sie zu bieten hat."
Ein letzter Ausflug in die Natur - ausgerechnet auf ihren Lieblingsberg - wurde für die 21-Jährige zum tödlichen Drama.