Knalleffekt nach dem Aus der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf und dem Abbau von 120 Jobs: Der Schienenfahrzeughersteller Stadler unterzeichnete eine Absichtserklärung für die Nachnutzung von Teilen des Areals.
Das Typtestzentrum für die ÖBB-Doppelstockzüge soll von Zwentendorf nach Leopoldsdorf übersiedeln, auch ein Instandhaltungsstützpunkt soll errichtet werden. Mit Partnern werde die Errichtung eines Test- und Entwicklungszentrums verfolgt.
Stadler Austria habe "große Pläne für das Areal", so Geschäftsführer Christian Diewald. Einige der von der Schließung betroffenen Agrana-Mitarbeiter sollen bei Stadler in Leopoldsdorf einen neuen Arbeitsplatz finden, so Agrana-CEO Stephan Büttner.
"Für Jubel-Rufe ist es noch zu früh, aber ich bin zuversichtlich, dass sich hier zwei Firmen gefunden haben, die willens sind, dieses Areal weiterzuentwickeln", betonte Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (VP).
Die Ansiedelung von Stadler wäre "ein wirtschaftlicher Rettungsanker für das Marchfeld", so Landtagsabgeordneter Rene Lobner. SPNÖ-Chef Sven Hergovich ist über die Entwicklung erfreut, fordert aber auch einen nö. Industriegipfel.