Während auf der "Norman Atlantic" am Montagmorgen gegen 7 Uhr noch immer 213 Menschen auf Rettung warten, hatten 49 bereits gerettete Passagiere trotzdem eine schwere Nacht. Ihr Rettungsschiff "Spirit of Piraeus" musste wegen der schwierigen Wetterlage umgeleitet werden. Die "Norman Atlantic" treibt währenddessen manövrierunfähig Richtung Albaniens Küste.
Während gegen 8 Uhr noch immer 194 Menschen auf Rettung warten, hatten 49 bereits gerettete Passagiere trotzdem eine schwere Nacht. Ihr Rettungsschiff "Spirit of Piraeus" musste wegen der schwierigen Wetterlage umgeleitet werden. Die "Norman Atlantic" treibt währenddessen manövrierunfähig Richtung Albaniens Küste.
Die "Spirit of Piraeus" nahm 49 geborgene Passagiere der "Norman Atlantic" auf und sollte sie in die süditalienische Hafenstadt Brindisi bringen. Wegen der schwierigen Wetterlage musste das Schiff jedoch über 100 Kilometer weiter bis Bari, an die Ferse des italienischen Stiefels, weiterfahren. Gegen 9 Uhr erreichte das Schiff schließlich den Hafen. An Bord befanden sich auch zwei illegale afghanischen Migranten, teilte der Polizeichef von Bari, Antonio Nunziante, mit. Die Passagiere, darunter vier Kinder, seien wohlauf.
Ärzte bereits an Bord der "Norman Atlantic"
Krankenhäuser in Bari stehen in Alarmbereitschaft, um die Passagiere zu behandeln, berichteten italienische Medien. Am Montag gegen 08.00 Uhr früh waren 284 Menschen in Sicherheit gebracht worden, wie Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Marine des Landes meldete. Fast 200 Personen befanden sich noch auf der "Norman Atlantic". Ärzte und Krankenpfleger konnten an Bord des Schiffes gehen.
Keine Flammen mehr, aber Fähre qualmt noch immer
Die Flammen an Bord der Fähre seien unter Kontrolle, meldete die italienische Nachrichtenagentur. Es könnte jedoch weitere Glutnester im Inneren des Schiffes geben, und es qualme weiter. Das italienische Marine-Schiff "San Giorgio" übernahm am Sonntagabend die Einsatzleitung. Wohin die Fähre geschleppt wird, war noch nicht ganz klar, möglicherweise ins süditalienische Brindisi.
7 Schiffe als Windschutz, 4 Feuerwehrschiffe löschten
Die Autofähre war am Samstagnachmittag vom griechischen Hafen Patras in Richtung der italienischen Hafenstadt Ancona ausgelaufen. Nach einem Zwischenstopp in Igoumenitsa passierte sie in der Nacht auf Sonntag die Insel Korfu und geriet in Brand. Das Feuer brach vermutlich auf einem der Autodecks aus. Sieben Handelsschiffe bildeten einen Windschutz um die Fähre, die manövrierunfähig in Richtung der albanischen Küste trieb. Vier griechische und italienische Feuerwehrschiffe waren im Einsatz.