Formel 1

Ricciardo kriegt Chance – Marko droht Red-Bull-Star

Der Druck wird immer größer. Sergio Perez konnte in den letzten Rennen nicht überzeugen. Red-Bull-Berater Helmut Marko setzte ihm das Messer an. 
Heute Redaktion
24.06.2023, 10:32
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Dabei legte der 33-Jährige zu Saisonbeginn einen überzeugenden Start hin, gewann zwei der ersten vier Rennen, hatte nach Siegen in Dschidda und Baku sogar die Chance, mit einem Triumph in Miami die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft zu übernehmen. Doch seither ging es bergab, während sein Teamkollegen Max Verstappen von Sieg zu Sieg raste. In Monaco, Barcelona und Montreal schaffte es der Mexikaner nicht mehr in den letzten Qualifying-Abschnitt, die Ränge 16, 4 und 6 waren ein herber Rückschlag. 

Nicht nur für Perez, sondern auch für den Rennstall. Denn Motorsport-Berater Marko scheint allmählich die Geduld mit dem Mexikaner zu verlieren. Im "ORF" verkündete der 80-Jährige im Vorfeld des Grand Prix von Spielberg, dass auch Ersatzpilot Daniel Ricciardo seine Chance bekommen wird.

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Marko-Drohung an Perez

Nach dem Grand Prix von Großbritannien (9. Juli) wird in Silverstone ein dreitägiger Reifentest für Pirelli stattfinden. Diesen wird Red-Bull-Ersatzfahrer Daniel Ricciardo bestreiten. "Dann kann man evaluieren: Wo steht Ricciardo wirklich", verkündete Marko. Was der Grazer nicht aussprach, aber klar geworden ist: Sollte Ricciardo, der bei Renault und McLaren magere Jahre hinter sich hat, überzeugen, Perez so fehleranfällig bleiben, ist ein Fahrerwechsel während der Saison nicht ausgeschlossen. Und das, obwohl der Vertrag des Mexikaners eigentlich noch bis Jahresende 2024 läuft. 

Perez wurde in einer Red-Bull-Notsituation geholt. Der mittlerweile zu Williams abgewanderte Alex Albon konnte neben Max Verstappen nicht überzeugen, aus dem Nachwuchsprogramm drängte sich kein Fahrer auf, Pierre Gasly sollte noch bei Alpha Tauri bleiben, mittlerweile hat der Franzose den Bullen-Kosmos ebenso verlassen. Deshalb wurde 2021 Perez in den Red Bull gesetzt. Der heimische Rennstall brach damit mit der Philosophie, eigene Talente aufzubauen. 

"Sein Anfangsziel waren zwei, drei Jahre. Das wäre jetzt eh schon mehr, als er geplant hat", so Marko nüchtern. "Man muss sich einfach Optionen für die Nachfolge offen halten", schloss der Red-Bull-Berater. Der Rennstall ist durchaus dafür bekannt, auch vor Fahrerwechseln während der Saison nicht zurückzuschrecken.