"Unerhört" – Lugner hat Riesen-Zoff mit Opern-Chef

Ball-Eklat zehn Monate vor dem Ball: Richard Lugner soll vom neuen Staatsopern-Chef Bogdan Roscic keine Loge mehr bekommen. Mörtel findet das "unerhört" und will sich jetzt wehren.
Baumeister Richard Lugner droht nun – wie berichtet – das endgültige Opernball-Aus. Der neue Staatsoperndirektor Bogdan Roscic sagte in der Sonntags-Krone über "Mörtel": "Der 'Bild'-Leser soll nicht länger glauben, dass der Opernball eine von ihm veranstaltete Show mit gemieteten Gästen ist. Wir haben eine sehr lange Warteliste und wollen künftig jenen ein Vorkaufsrecht zugestehen, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Auch im Bereich der Jugendförderung." Unklar also, ob Richard Lugner überhaupt noch eine Karte verkauft wird.

Lugner: "Ball lebt von den Gästen"

Alles nur Theaterdonner – oder ist für den im 88. Lebensjahr stehenden Baumeister im heurigen Februar mit Ornella Muti tatsächlich der letzte Opernball-Vorhang gefallen? Zu "Heute"sagt Lugner: "Ich halte Roscic für einen tollen Manager, das hat er bei Ö3 und auch bei seinem Programm für die erste Saison in der Staatsoper bewiesen. Dass man mir nach 30 Jahren als bezahlender Stammgast keine Loge mehr verkaufen will, halte ich für übertrieben. Der Ball lebt von seinen Gästen und den dazugehörigen Medienberichten."

"Wird er sich gut überlegen"

Dass Roscic als erste Amtshandlung darüber nachdenkt, ihm keine Loge mehr verkaufen zu wollen, findet Mörtel "unerhört", glaubt aber, dass "das letzte Wort da sicherlich noch nicht gesprochen ist". Wie er sich die Aussagen in der "Krone" dann erklärt? "Roscic weiß eben auch, wie man Schlagzeilen produziert. Das wird er sich schon noch gut überlegen, ob er einen Lugner wirklich aussperrt. Ich habe in der Vergangenheit viele tolle Gäste gebracht und damit dem Opernball und auch meiner Heimatstadt Wien viel internationales Medienecho verschafft, was sowohl dem Ball als auch Wien ansehen gebracht hat."

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"Wurde nicht mit Roscic verbunden"

Ob er die Causa persönlich mit Roscic besprechen wird? "Das wäre mein Plan. Ich habe schon versucht, ihn zu erreichen, bin aber nicht verbunden worden." Im "Heute"-Telefonat führt Lugner seine enorme Publizität als Qualifikation für ein Eintrittsbillet ins Treffen: "Die Verkündung meines Ballgastes löst in den internationalen Presseagentur mehr Treffer aus als eine neue Regierung in Österreich. Unlängst hat mich in Marrakesch sogar ein Teppichhändler angesprochen und gefragt: 'Are you Mister Richard' und mir ein Foto mit Elle Macpherson unter die Nase gehalten." Auch, dass die Warteliste für Logen so lang wäre, bezweifelt Lugner: "Das kostet ja einen Schippel Geld und man kann es nicht einmal von der Steuer absetzen …"

"Seid's froh, dass ihr Lugner habt"

Zuspruch bekommt Lugner in der verfahrenen Situation von zahlreichen Fans. Auch viele User sprechen sich auf heute.at für den Verbleib von Richard Lugner am Ball der Bälle aus: "Seid's froh, dass ihr den Mörtel habt" oder "Sonst interessiert doch eh niemanden dieser Proletenball" stand dort zu lesen. Aber auch: "Es gibt wichtigere Dinge als Lugner" oder ein "Zirkus Lugner wird jetzt in die Pension geschickt vom neuen Chef", fand sich unter unserem Bericht. Lugner bewegt also. Auf ORF III schlug auch Roscic bereits weit versöhnlichere Töne an. Wie er es denn mit Mörtel halte, wollte der Moderator wissen. "Vielleicht lasse ich mich ja als Gast anmieten", scherzte der 56-jährige Roscic. Nachsatz mit einem Schmunzeln: "Aber ich bin sehr teuer …"



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