Politik

Richard Lugner kandidiert fix für die Hofburg

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:45

Schon vor knapp zwei Wochen ließ Richard Lugner, Ex-Baumeister und Opernball-Überpromi mit der Meldung aufhorchen, bei der Wahl zum Österreichischen Bundespräsidenten kandidieren zu wollen. Am Donnerstag trat er vor die Presse und stand den Medien Rede und Antwort.

Es ist bereits der zweite Versuch für "Mörtel" Lugner, in die Hofburg einzuziehen. Lugner will als unabhängiger Kandidat antreten. Details dazu verriet der Baumeister am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, die teilweise turbulent war. 

Diese gestaltete sich teilweise turbulent. Immer wieder geriet Lugner in Rage. Vor allem das Thema Lohnsteuerkosten brachte ihn auf die Palme: Diese seien in Österreich viel zu hoch. Seine größten Chancen, Bundespräsident zu werden, sieht Lugner in einer Stichwahl. Auf die setzt er. Für den Fall, dass er gewinnt, gab er auch schon ein Versprechen ab:"Wenn ich zum Bundespräsidenten gewählt werde, werden meine Frau und ich einen Englischkurs machen", sagt er.

500.000 Euro

Als Wahlkampf-Budget wolle er eine halbe Million Euro ausgeben, führte Lugner im Rahmen der Pressekonferenz weiter aus. Als Motto wählte er das Kasperl-Motiv. "Der Kasperl gewinnt immer. Man muss das auch mit Humor nehmen".

Fehler in seinem Programm

Große Probleme hat Lugner mit der richtigen Schreibweise seiner Hofburg-Konkurrenten. SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer etwa wurde da als "HUNDSDORFER" abgedruckt. Viel besser erging es auch nicht dem ÖVP-Kandidaten: Er heißt Andreas Khol - in dem Lugner-Manifest allerdings erscheint er als "KOHL". Lugner selbst sieht sich als "österreichischen Trump".

 

Journalisten schossen sich auf Cathy Lugner ein

"Ich sitze nicht hier, um ausgefragt zu werden wie in der Schule", ging Frau Lugner die Reporter an, die wissen wollten, wie sie ihre Aufgaben als mögliche First Lady des Landes sehe.

Vorbilder habe sie keine: "Ich habe kein Vorbild außer meinem Mann. Ich finde, dass der Richard gute Ideen hat und ein sehr guter Kandidat ist", ließ sie wissen.

Um wirklich als Kandidat am Stimmzettel zu stehen, muss der umtriebige Ex-Baumeister noch 6.500 Unterstützungsunterschriften sammeln. Das dürfte allerdings kein Problem darstellen. 

Helfen will ihm nämlich seine Frau Cathy, die im Wahlkampfvideo businesslike gestylt den Österreichern ein "neues Angebot" verspricht. Sie wird die Wahlkampfleiterin ihres Mannes werden und die PR-Strategie vom "Headquarter" in der Lugner City aus höchst professionell über Twitter, Facebook, Instagram und YouTube umsetzen. 

Hier der 1. skurrile Videoclip seiner Kandidatur via YouTube:

"Will Gegend nicht verschandeln"

Lugner, der laut einer eigens erhobenen Umfrage auf rund 10% der Stimmen hoffen darf, will auf einen Plakatwahlkampf verzichten, weil "die Leute eh schon wissen, wie der Richi ausschaut" und er "die Gegend nicht verschandeln" will. In dieser Umfrage (Sample 500 Personen) schnitt Alexander Van der Bellen mit 27% vor den schon abgeschlagenen Kandidaten Rudolf Hundstorfer (18%) und Norbert Hofer (17%) am besten am.

antreten, sofern er genug Unterstützer findet. 

Der Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie auf der nächsten Seite.

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