Der Russen-Vormarsch wird an einigen Stellen bereits aufgerieben, die Ukrainer schlagen zurück. Besonders um die Großstadt Charkiw im Nordosten des Landes toben heftige Kämpfe. Bei einer erfolgreichen Gegenoffensive konnte erst am Wochenende die Ortschaft Mala Rohan zurückerobert werden.
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Mittlerweile sind Putins Truppen in der Region offenbar nicht mal hinter ihren eigenen Grenzen vor Gegenangriffen gefeit. Videos, die von zwei regionalen Nachrichtenportalen im russischen Belgorod veröffentlicht wurden, zeigen mehrere Explosionen und einen riesigen Feuerball einige Kilometer von der Stadt entfernt.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS berichtet, soll, ersten Erkenntnissen zufolge, eine ukrainische Artilleriegranate oder Rakete ein Feldlager der russischen Armee getroffen haben. Dabei wurde offenbar ein Munitionsdepot erwischt, wodurch es zu den spektakulären Sekundärexplosionen kam.
Regional-Gouverneur Vyacheslav Gladkov gab demnach an, dass keine Todesopfer gemeldet wurden. Allerdings sollen vier russische Soldaten bei dem Angriff verwundet worden sein.
Sollte es wirklich eine ukrainische Sprengkörper gewesen sein, wäre das laut "New York Post" das erste Mal, dass die Verteidiger eine militärische Einrichtung auf russischer Seite getroffen haben.
Belgorod liegt nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Putins Armee hatte in der Gegend für den geplanten Sturm auf Charkiw schon vor dem Krieg zahlreiche Feldlager errichtet und gepanzerte Fahrzeuge zusammengezogen. Selbst ein Lazarett wurde aufgebaut.