Forscher filmen Riesen-Kalmar in der Tiefsee

Zum ersten Mal ist es Forschern gelungen, einen Riesenkalmar in US-Amerikanischen Gewässern zu filmen. Erst eine Spezialkamera machte die Aufnahmen möglich.
"Hic sunt dracones" ("Hier sind Drachen") – diese Aufschrift zierte unerforschte Gebiete auf so manch frühem Globus, oft in Begleitung mit fantasievollen Darstellungen von Monstern, Seeungeheuern und riesigen Kraken.

Im Gegensatz zu Drachen sind letztere kein bloßer Seemannsgarn – es gibt sie wirklich. Riesenkalmare (Architeuthis dux), irrtümlich oft als Riesenkrake bezeichnet, können mehrere Meter lang werden. Weil sie in einer Tiefe von mehr als 300 Metern leben, bekommen Menschen sie nur selten zu Gesicht und selbst dann sind sie oftmals bereits tot.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ein Expeditionsteam der Wetter- und Ozeanografie­behörde der Vereinigten Staaten – kurz NOAA– hat es sich zum Ziel gemacht, Riesenkalmare in ihrem natürlichen Lebensraum zu filmen.

Kein Monster

Weil es so tief unter dem Meeresspiegel kein Licht mehr gibt, mussten sich die Forscher einiges einfallen lassen. Mit der speziell konstruierten "Medusa"-Kamera tauchten sie schließlich im Golf von Mexiko ab und hatten irrsinniges Glück. Bereits bei ihrem fünften Einsatz gelangen in einer Tiefe von rund 750 Metern diese spektakuläre Aufnahmen (siehe Video oben) eines jungen Riesenkalmars.

Die Aufnahmen beweisen noch etwas: es handelt sich hier nicht um ein aggressives Monster, sondern um ein ganz normales Tier. Der Tintenfisch schwimmt friedlich von dannen, nachdem er bemerkt, dass man eine Kamera nicht essen kann.

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(red)

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