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Riesenpanne: Uhren des Navi-Systems Galileo ticken n...

Heute Redaktion
14.09.2021, 12:58

Seit Dezember 2016 ist das europäische Navigationssystem Galileo einsatzbereit, es soll dem US-amerikanischen GPS Konkurrenz machen. Doch offenbar steckt das Projekt technisch noch in den Kinderschuhen. In den bisher 18 in das All geschossenen Satelliten sind insgesamt neun Atomuhren ausgefallen. Es ist unklar, ob sich das Problem beheben lässt.

ESA-Chef Jan Wörner bestätigte am Mittwoch in Paris die vorliegenden Probleme mit den in die Satelliten eingebauten Atomuhren. Er gab zu: "Wir wissen nicht, ob wir sie wiederbeleben können." Die Funktionsfähigkeit von Galileo sei derzeit nicht gefährdet, weil jeder Satellit über vier Uhren verfügt.

Bislang ist es zu keiner Beeinträchtigung des Systems gekommen. "Aber wir sind nicht blind: Falls dieser Fehler systematisch ist, müssen wir vorsichtig sein", so Wörner.

Derzeit befinden sich 18 von insgesamt 30 geplanten Satelliten im Weltraum. Bis 2020 sollen die restlichen zwölf Satelliten starten. Galileo soll langfristig zumindest in Europa das System GPS verdrängen, angeblich kann es präzisere Signale als das seit Mitte der Neunzigerja voll einsatzfähige GPS senden.

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