Riesiges Trinkgeld als Dank an Kellnerin und Witwe

Zwei gewinnt: Auf die Rechnung von 100,21 Dollar gab es 2.021 Dollar Trinkgeld.
Zwei gewinnt: Auf die Rechnung von 100,21 Dollar gab es 2.021 Dollar Trinkgeld.Screenshot Youtube/ News 5 Cleveland
Große Freude für Kellnerin Tanya aus Cleveland: Weil sie zwei Witwen in ihrem Dienst tröstete, wurde sie mit einem astronomischen Trinkgeld belohnt.

Wohin das Gefühl von Verbundenheit und gemeinsamer Trauer führen kann, durfte Kellnerin Tanya aus Cleveland im US-Bundesstaat Ohio kürzlich erfahren. Die Frau, die in einer Filiale der Restaurantkette Slyman’s Tavern serviert, bediente zur Mittagszeit zwei Frauen und kam mit ihnen ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass beide Kundinnen Witwen sind. Sie erzählten Tanya, dass sie deshalb nicht mehr oft selbst kochen würden.

"Tanya hat selbst ihren Ehemann im vergangenen April verloren und konnte mit den beiden mitfühlen", erzählt Rebecca Riemer, Marketingchefin von Slyman’s Tavern, gegenüber Cleveland.com. "So entstand eine Verbindung zwischen den dreien. Dann sagten die Frauen: 'Es ist ja schließlich Restaurant-Woche. Wir werden uns um dich kümmern.'"

2.000 Prozent Trinkgeld

Was die beiden damit meinten, ahnte Tanya allerdings in keinster Weise. Als sie den Frauen die Rechnung brachte, die gerade mal gut 100 Dollar betrug, erwartete sie ein Trinkgeldin der üblichen Höhe von 20 Prozent, also knapp 20 Dollar. Dann kam die Überraschung: Die Kundinnen bedachten sie der Jahreszahl entsprechend mit sage und schreibe 2.021 Dollar – grob gerechnet also 2.000 Prozent der Rechnung. Die Zwei entpuppte sich in Tanyas Fall als Glückszahl – die Frauen saßen an Tisch 22 und beglichen die Rechnung am 22. Februar um 12.20 Uhr.

"Oh mein Gott, das kann ich nicht annehmen", entfuhr es Tanya. Die Frauen antworteten: "Doch, es ist Restaurant-Woche und wir können es uns leisten. Es kommen bessere Zeiten." Wie Riemer weiter erzählt, konnte Tanya mitfühlen, wie sich die beiden fühlten. "Sie sagte: 'Ich habe selbst kaum noch gekocht, seit mein Mann im April starb.'"

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Kunden in Cleveland während der Pandemie besonders großzügig zeigten: Im November erhielt ein Kellner dort 3.000 Dollar Trinkgeld – für ein serviertes Bier.

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