Was sich nach einem Science-Fiction-Film anhört, ist in den USA längst Realität: Selbstfahrende Taxis gehören dort zum Straßenbild. Doch die autonomen Fahrzeuge sorgen immer wieder für Irritationen – zuletzt in einem Vorort von Atlanta im Bundesstaat Georgia.
Dort legten Dutzende Robotaxis einen ganzen Ort lahm. Die fahrerlosen Vehikel fuhren im Kreis und brachten den Straßenverkehr durcheinander. Die Anwohner waren völlig genervt von dem ungewöhnlichen Schauspiel.
Videos aus der Nachbarschaft zeigen, wie innerhalb von nur zehn Minuten gleich 13 Fahrzeuge durch eine kleine Sackgasse gefahren sind. Eine Anrainerin berichtete dem Sender "Atlanta News First", dass an einem Morgen zwischen 6 und 7 Uhr sogar rund 50 Fahrzeuge durch ihre Straße gerollt seien.
Aufnahmen zeigen zahlreiche weiße Robotaxis, die langsam durch Straßen und Parkplätze fahren und dabei immer wieder dieselben Routen zurücklegen. Neben dem Ärger über den ständigen Verkehr machen sich manche Bewohner inzwischen auch Sorgen um die Sicherheit im Grätzel.
Waymo erklärte, man nehme die Beschwerden ernst. Das Fahrverhalten der Fahrzeuge sei in dem betroffenen Gebiet und den umliegenden Bereichen inzwischen angepasst worden.
Wie n-tv.de berichtet, halten viele Automobilbauer das autonome Fahren zwar für ein vielversprechendes Zukunftsmodell. Doch in der Praxis zeigen sich immer wieder Probleme mit der Technologie.
Selbstfahrende Taxis stehen in den USA immer wieder in der Kritik. Die Fahrzeuge kämpfen mit unvorhergesehenen Situationen im Straßenverkehr und sorgen regelmäßig für kuriose Szenen. Auch Unfälle mit Robotaxis gab es bereits mehrfach.
Experten sehen die Technologie zwar als zukunftsweisend, mahnen aber zu mehr Geduld. Bis autonome Fahrzeuge den Alltag wirklich erleichtern, dürfte es noch einige Zeit dauern.